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Koloskopie nach iFOBT muss kurativ abgerechnet werden

29.03.2018 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Abklärungskoloskopien nach einem positiven iFOBT-Stuhltest müssen als kurative Untersuchungen über die Gebührenordnungsposition (GOP) 13421 abgerechnet werden. Mit einem Beschluss des Erweiterten Bewertungsausschusses wird ab 1. April im Einheitlichen Bewertungsmaßstab klargestellt, dass die GOP 01741 ausschließlich für die Abrechnung von Früherkennungskoloskopien vorgesehen ist, auf die Versicherte ab dem 55. Lebensjahr zweimal alle zehn Jahre Anspruch haben.

Der Erweiterte Bewertungsausschuss folgte damit der Position des GKV-Spitzenverbandes. Dieser hatte argumentiert, dass Abklärungskoloskopien nach einem positiven iFOB-Test nicht der Früherkennung von Darmkrebs dienten und deshalb als kurative Koloskopie abzurechnen seien.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung erwägt, gegen den Beschluss zu klagen. Sie begründet dies damit, dass Abklärungskoloskopien nach den Vorgaben der Krebsfrüherkennungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses zu erfolgen haben und von daher als Abklärungskoloskopie im Rahmen der Darmkrebsvorsorge anerkannt werden müssten. Zudem dienten die Untersuchungen der weiteren Abklärung eines auffälligen Befundes, der nur einen Risikofaktor darstelle und noch nicht mit einer Krankheit gleichzusetzen sei.