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Rekordüberschuss trotz gestiegener Ausgaben

09.05.2018 KVNO aktuell

Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2017 einen Überschuss von mehr als 3 Milliarden Euro erwirtschaftet – so viel wie noch nie. Mit der Rekordreserve von 19,2 Milliarden Euro und den liquiden Mitteln aus dem Gesundheitsfonds in Höhe von 9,1 Milliarden Euro verfügen die Kassen über ein Polster von mehr als 28 Milliarden Euro. Zwar sind die Ausgaben insgesamt um 3,5 Prozent gestiegen, die Arztkosten auf 42,6 Milliarden Euro – die Einnahmen aber sogar um 4,3 Prozent. Dennoch verteidigt der Spitzenverband der Kassen die zögerliche Entlastung der Beitragszahler.

Man müsse auf kleine Konjunkturdellen oder große Grippewellen vorbereitet sein, so Verbandssprecher Florian Lanz.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung sieht allerdings eine Möglichkeit, mit dem Geld Leistungen zu finanzieren, die von der Regierung vorgesehen, aber mit den geltenden Budgets nicht vereinbar sind. Auch die deutsche Krankenhausgesellschaft würde das gesparte Geld lieber in der Versorgung sehen. Das Bundesgesundheitsministerium wünscht sich, dass die Kassen das Potenzial für Beitragssenkungen vermehrt nutzen sowie den Überschuss neben der Gesundheitsversorgung in bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege investieren.

YVK