Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

KV Nordrhein für integrative geriatrische Versorgung

09.05.2018 KVNO aktuell

Knapp zwei Millionen Menschen in Nordrhein sind 65 Jahre und älter, das sind 21 Prozent der Bevölkerung. 640 000 Pflegebedürftige zählt die Statistik in Nordrhein-Westfalen, Tendenz steigend. Angesichts dieser Zahlen wird die medizinische und pflegerische Versorgung der Bevölkerung zur immer größeren Herausforderung – erst recht bei fehlenden Ressourcen an Ärzten und Pflegepersonal. „Angesichts der zunehmenden Schieflage zwischen Versorgern und zu Versorgenden brauchen wir eine integrative und interdisziplinäre, vor allem aber flächendeckende geriatrische Versorgung unserer Patientinnen und Patienten“, sagte Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, auf einer Fachveranstaltung der Krankenhausgesellschaft Nordrhein Westfalen (KGNW), der Ärztekammer Nordrhein und der KVNO am 21. April 2018 im Haus der Ärzteschaft.

Das Foto zeigt: Prof. Ralf- Joachim Schulz, Chefarzt St. Marien-Hospital Köln, Jochen Brink, Präsident der KGNW, KVNO-Chef Dr. Frank Bergmann, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Claudia Middendorf, Patientenbeauftragte der Landesregierung NR

Diskutierten über die geriatrische Versorgung in Nordrhein: Prof. Ralf- Joachim Schulz, Chefarzt St. Marien-Hospital Köln, Jochen Brink, Präsident der KGNW, KVNO-Chef Dr. Frank Bergmann, NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann, Claudia Middendorf, Patientenbeauftragte der Landesregierung NRW, Dr. Thomas Kunczik, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Gerontopsychiatrie, Bernd Zimmer, Vizepräsident der Ärztekammer Nordrhein, und Prof. Cornelius Bollheimer von der Uniklinik Aachen.

Angesichts von 95 spezialisierten Geriatern, aber rund 5 500 geriatrisch tätigen Hausärzten in Nordrhein sei klar, dass die Versorgung in der Fläche erfolge – „zusammen mit den Fachärzten und geriatrischen Kompetenzzentren“, sagte Bergmann. Die Zusammenarbeit werde bereits durch Modellprojekte und Arbeitsgruppen intensiviert und könne „in formal etablierten, aber auch informellen Netzen stattfinden“. Wichtig sei ein sicherer Austausch von Informationen über Sektorengrenzen hinweg, um beispielsweise eine elektronische Fallakte nutzen zu können. „Das Modellprojekt in Aachen zeigt, welches Potenzial darin steckt. Entscheidend ist aber, Fortschritte in der Regelversorgung zu etablieren.“ In der Modellregion Nordrhein wird derzeit an fünf Standorten in Neuss, Köln, Mechernich, Süchteln und Wesel eine sektorenübergreifende geriatrische Versorgung erprobt. „Die fünf Projekte laufen sehr gut und sind wirklich sektorenübergreifend“, sagte KGNW- Präsident Jochen Brink.

hsch