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Gesundheitskongress des Westens: Plädoyer für die ambulante Versorgung

09.05.2018 KVNO aktuell

Nach längerer Abstinenz präsentierte sich die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein wieder mit einem Stand auf dem Gesundheitskongress des Westens am 13. und 14. März 2018 in Köln. Am zweiten Kongresstag war KVNO-Vorstandsvorsitzender Dr. med. Frank Bergmann im Dauereinsatz: Nach einem Panel zur Finanzierbarkeit des Gesundheitswesens stellte er zusammen mit namhaften Experten nicht nur das NPPV-Projekt, sondern auch die künftige Bedarfsplanung im Ruhrgebiet vor.

Auf dem Kongress wird gern und viel darüber gesprochen, was nötig wäre, um das Gesundheitssystem flottzumachen. Bei den Veranstaltungen unter Mitwirkung von KVNO-Chef Dr. med. Frank Bergmann ging es um schon existierende Projekte mit großem Potenzial für eine verbesserte Versorgung. So präsentierte Bergmann das 2017 gestartete und vom Innovationsfonds geförderte Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung (NPPV). „Wir wollen damit die Versorgung von schwer erkrankten Patienten mit ZNS-Krankheiten durch eine strukturierte Versorgung besser gestalten.“ Bergmann betonte die positiven Rückmeldungen seitens der beteiligten Facharztgruppen, insbesondere Neurologen und Psychotherapeuten. „Die Teilnahme an NPPV ist einfach, auch die technischen Hilfsmittel sind weitgehend selbsterklärend“, sagte Bergmann mit Blick auf das Einschreibeverfahren und die IT-Unterstützung durch den Projektpartner IVP Networks.

Das Bild zeigt: Dr. Wolfgang Panter, Präsident der Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Dr. med Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, Prof. Dr. Gereon Nelles, Neurologe aus Köln, Dr. Matthias Walle, Geschäftsführer IVP, Dr.

Stellten das NPPV-Projekt beim Gesundheitskongress des Westens vor: Dr. Wolfgang Panter, Präsident der Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, Dr. med Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein, Prof. Dr. Gereon Nelles, Neurologe aus Köln, Dr. Matthias Walle, Geschäftsführer IVP, Dr. Heiko Schmitz, Leiter Bereich Presse und Medien der KV Nordrhein (von links)

Niedrigschwelliger Zugang

Für IVP nahm Geschäftsführer Dr. Matthias Walle am Panel der KV Nordrhein teil. Für die teilnehmenden Praxen sprach der Kölner Neurologe Prof. Dr. Gereon Nelles: „Die Anforderungen sind gut gelöst, sodass wir Patienten mit Multipler Sklerose oder Demenz effizienter versorgen können.“ Er wünsche sich, dass sich weitere Krankenkassen beteiligten. Dr. Wolfgang Panter, Präsident der Verbands Deutscher Betriebs- und Werksärzte, betonte, wie wichtig bei psychischen Erkrankungen das betriebliche Wiedereingliederungsmanagement sei.

KVNO-Chef Bergmann beteiligte sich auch an einer Session zur Frage, wie viel Gesundheit wir uns noch leisten können. Er beschrieb die strukturelle Unterfinanzierung der ambulanten Versorgung, die trotzdem immer leistungsfähiger werden solle, und kritisierte, dass der Koalitionsvertrag der Bundesregierung die ambulante Versorgung weitgehend ausspare. Auch in einem anderen Zusammenhang benannte Bergmann Defizite in der Vereinbarung: „Bei der Bedarfsplanung heißt es, dass sie kleinräumiger, bedarfsgerechter und flexibler werden solle. Unser eigentliches Problem ist aber nicht die Planung, sondern das fehlende Personal für offene Sitze.“

Dr. Heiko Schmitz

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