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Hygiene: Warnung vor falschen Beratungen und Zertifizierungen

20.04.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Dialysepraxen und Einrichtungen für ambulantes Operieren sind gesetzlich dazu verpflichtet, sich von einer Hygienefachkraft beraten zu lassen. Doch Vorsicht: Nicht alle Beratungsangebote sind seriös.

Die KV Nordrhein weist darauf hin, dass es immer wieder Hygienefirmen gibt, die kostenpflichtige Beratungen durch angeblich geschultes Fachpersonal anbieten. In vielen Fällen verfügen die Mitarbeiter aber nicht über ausreichende Qualifikationen. Es kommt sogar vor, dass sie lediglich Teilnahmebescheinigungen über Hygiene-Seminare als Nachweis vorlegen. Erforderlich sind aber Gesundheits- und Krankenpfleger mit staatlich anerkannter Weiterbildung zur Hygienefachkraft. Deshalb empfiehlt die KV Nordrhein allen Praxen, sich von der Qualifikation des Beraters zu überzeugen und einen entsprechenden Nachweis zu verlangen.

Darüber hinaus werden Praxen häufig Hygiene-Zertifizierungen angeboten, die gesetzlich verpflichtend sein sollen. Aber: Eine allgemeine gesetzliche Verpflichtung für Praxen zur Hygiene-Zertifizierung gibt es nicht. Bei den Angeboten handelt es sich meist um die Zertifizierung von Einrichtungen, in denen Katarakt-Operationen entsprechend der Sonderverträge der KV Nordrhein durchgeführt werden. Deshalb rät die KV Nordrhein allen Praxen zu prüfen, ob eine Zertifizierung sinnvoll ist.

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