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DMP: Einschreibung beachten

09.05.2018 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Ärzte dürfen Leistungen aus Disease-Management-Programmen (DMP) nur dann abrechnen, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind. Dazu gehört, dass die Patienten korrekt in das jeweilige DMP eingeschrieben sind. Auch in Nordrhein gibt es deswegen jetzt ein Teilnehmerverzeichnis für die Praxen. Dieses umfasst die ins DMP eingeschriebenen Patienten der AOK Rheinland/Hamburg, der Knappschaft, der IKK classic und einiger Betriebskrankenkassen.

Erstmalig für das 3. Quartal 2017 haben betroffene Praxen ein Informationsschreiben der KV Nordrhein über die abgerechneten Patienten erhalten, die nach Angaben der teilnehmenden Krankenkassen nicht in das entsprechende DMP eingeschrieben sind. Ärzte haben dann die Möglichkeit, fehlende Einschreibungen für die künftige Abrechnung nachzuholen. Diese Information erhalten Praxen nun regelmäßig; sie bezieht sich immer auf das zuletzt abgerechnete Quartal und wird in der Regel Mitte des nächsten Quartals übermittelt.

Berichtigung ab 1/2018

Für das 3. und 4. Quartal erhielten die Praxen die Information über fehlende Einschreibungen, ohne dass eine Honorarberichtigung erfolgte. Für das 1. Quartal 2018 wird die KV Nordrhein das DMP-Honorar für Patienten der Primärkassen bei fehlender Einschreibung streichen müssen. Voraussetzung dafür: Der Patient wurde dem betroffenen Arzt bereits in der Information des vorangegangenen Quartals angezeigt und ist auch zwischenzeitlich nicht wieder eingeschrieben. Die von einer Berichtigung betroffenen Patienten und Leistungen werden im Regelwerksprotokoll im KVNO-Portal angezeigt.

Tipps zum DMP-Verfahren

DMP-Symbolnummer prüfen: Rückmeldungen zeigten, dass in einigen Fällen versehentlich die Symbolnummer eines anderen DMP abgerechnet wurde, beispielsweise, wenn eine Symbolnummer aus dem DMP Asthma abgerechnet wurde, der Patient jedoch im DMP COPD eingeschrieben ist. Bei den angezeigten Fällen sollten Praxen immer die richtige Zugehörigkeit der abgerechneten Symbolnummer prüfen.

Schnell übermitteln: Unterlagen zur Einschreibung sowie die Folgedokumentation sind spätestens zehn Tage nach dem Untersuchungs- bzw. Dokumentationstag an die Datenstelle zu übermitteln. Es ist nicht vertragskonform, die gebündelten Unterlagen von allen im Quartal behandelten DMP-Patienten erst am Ende des Quartals zu übermitteln. Zudem würde dies den Zeitraum reduzieren, um von der Datenstelle gemeldete Fehler zu korrigieren.

Derzeit nur Primärkassen: Aktuell wird ein Verzeichnis der eingeschriebenen Patienten nur von der AOK Rheinland/Hamburg, Knappschaft, IKK classic und mehreren Betriebskrankenkassen übermittelt. Die Ersatzkassen nehmen derzeit noch nicht an dem Verfahren teil. Sie sollten jedoch auch hier die Information der Krankenkassen bei Ihrer Abrechnung von DMP-Leistungen berücksichtigen.

Schriftliche Bestätigung: Stellt sich nach Rücksprache mit der Kasse heraus, dass der im Regelwerksprotokoll berichtigte Patient doch in dem DMP eingeschrieben war, hat der Arzt seinem Widerspruch eine aktuelle schriftliche Bestätigung der Kasse darüber beizufügen, dass der Patient für den Zeitraum der Berichtigung eingeschrieben war. Dies gilt nur für die im Regelwerksprotokoll berichtigten Fälle.

Fragen an die Kassen: Nachfolgend finden Sie Ansprechpartner der Krankenkassen.