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Mut zum HIV-Test

14.03.2018 KVNO aktuell

Rund die Hälfte der HIV-Erstdiagnosen in Nordrhein-Westfalen (NRW) sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) Spätdiagnosen. Das RKI schätzt für NRW darüber hinaus, dass 2015 etwa 33 Prozent der Menschen zum Zeitpunkt der Erstdiagnose bereits einen fortgeschrittenen Immundefekt aufwiesen. Grund für die häufigen Spätdiagnosen: HIV-bedingte Symptome werden oft nicht als solche erkannt oder ignoriert, wenn die Patienten nicht zu einer vermeintlichen Risikogruppe zählen.

Wissenschaftlich ist aber nachgewiesen, dass Menschen mit HIV insbesondere von einer frühzeitigen Therapie profitieren. Die Arbeitsgemeinschaft AIDS-Prävention NRW empfiehlt den Akteuren der HIV-/AIDS-Prävention deshalb, ihre Aktivitäten in den Bereichen Information, Beratung, Test und Behandlung so anzusetzen, dass die Krankheit früher erkannt und damit die Anzahl der Spätdiagnosen gesenkt werden kann.