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Forum zu „Chancen und Risiken“ der Digitalisierung

14.03.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Wie vielgestaltig das Thema Digitalisierung im Gesundheitswesen für alle beteiligten Akteure ist, zeigte die Fachveranstaltung am 2. Februar 2018, zu der die KV Nordrhein in Kooperation mit DQS eingeladen hatte. Rund 80 Besucher, darunter überwiegend Vertreter großer Praxen und Niedergelassene, informierten sich auch über den aktuellen Stand der Dinge in Sachen Telematik-Infrastruktur und Digitalisierung im Gesundheitswesen.

Dr. Stephan Lohre, stellvertretender Geschäftsführer der KV Nordrhein, betonte, dass sich die KV des Themas intensiv annehme – die Digitalisierung der Verwaltung und der Mitglieder ist fester Bestandteil der Strategie.

Das Foto zeigt eine Gruppe von acht Männern.

V. l.: Hans Sauer, Gilbert Mohr, Frank Graichen, Prof. Dr. med. Dipl.-Kfm. Reinhard Strametz, Andreas Altena, Dr. rer. Nat. Stephan Lohre, Christian Hofmann und Arwid Zang

Hans Sauer, der IT-Sicherheitsbeauftragte der KV Nordrhein, sprach über den Weg der KV bis zur 2017 erfolgten Zertifizierung – nach einem größeren Modernisierungsprozess innerhalb der KVNO-IT. „Wir werden unsere Informationssicherheit in Anbetracht der grassierenden Cyber-Kriminalität weiterentwickeln“, sagte Sauer, und nahm damit direkt Bezug zum spektakulärsten Programmpunkt: dem Live-Hacking von Arwid Zang und Paul Nittmann. Sie demonstrierten, wie leicht man mittels einer E-Mail-Adresse zum Opfer gefälschter E-Mails mit Ausführungsdateien, riskanten Links oder Phishing-Attacken wird.

Als Warnung dienten auch die Ausführungen von Prof. Reinhard Strametz, der Praxisbeispiele für Kontrollverluste durch Technik lieferte – etwa in einer Klinik, die versehentlich 200 Patienten für tot erklärte, oder die automatische Massenexmatrikulation von Studierenden an einer Universität: „Das Krisenpotenzial automatisierter Prozesse ist groß – da reicht manchmal ein Software-Update.“ Er ließ keinen Zweifel an der Notwendigkeit der Digitalisierung, aber: „Wir dürfen dafür gerade in der Medizin nicht die Sicherheit opfern.“