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Qualitätsbericht 2017 veröffentlicht: Versorgung auf hohem Niveau

31.01.2018 KVNO aktuell

Die Ergebnisse des Qualitätsberichts 2017 der KV Nordrhein belegen die gute Versorgungsqualität in der Region. Die Qualitätssicherung in der ambulanten Versorgung wird kontinuierlich ausgebaut und konfrontiert die ärztlichen und psychotherapeutischen Praxen mit stets neuen qualitätssichernden Aspekten. Diese greift der aktuelle Qualitätsbericht der KV Nordrhein in Beiträgen unter anderem zur PET/PET-CT zur Diagnostik bei fortgeschrittenen Kopf- und Halstumoren und dem Projekt Resist zur Vermeidung von Antibiotikaresistenzen auf.

Resistenzen vermeiden

Das Resist-Projekt will den Einsatz von Antibiotika bei akuten Atemwegsinfektionen der oberen und unteren Atemwege in der ambulanten Versorgung optimieren. Durch die Einführung einer neuen, projekteigenen Fortbildung und einer Beratungsleistung bei Atemwegsinfektionen sollen Ärzte und indirekt Patienten für einen besonders verantwortungsvollen Umgang mit Antibiotika sensibilisiert werden. Ziel ist es, der Bildung von Resistenzen vorzubeugen.

Die Strukturreform der Psychotherapie und die damit verbundene Änderung der Richtlinie haben insbesondere den niedergelassenen Psychotherapeuten sowie Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten im Jahr 2017 zahlreiche Neuerungen gebracht. „Wir sehen darin einen Schritt in die richtige Richtung, warnen aber davor, die neuen Rahmenbedingungen als ausreichende Antwort auf die zunehmenden Engpässe innerhalt der psychotherapeutischen Versorgung zu verstehen. Denn durch neue Vorgaben allein entstehen keine zusätzlichen Kapazitäten“, erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorsitzender der KVNO.

Aus (Beinahe-)Fehlern lernen

Zudem tragen Lern- und Berichtssysteme für kritische Ereignisse in der Patientenversorgung maßgeblich zur Sicherheit und damit Qualität im Praxisalltag bei. Seit fünf Jahren ist die KV Nordrhein neben der KV Westfalen-Lippe, den Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie der Krankenhausgesellschaft NRW Mitglied von CIRS-NRW, dem „Critical Incident Reporting System Nordrhein Westfalen“. Der Bericht zum vierten Quartal von CIRS-NRW erläutert, welche Risiken für die Sicherheit des Patienten entstehen können, wenn Informationen im Gesundheitswesen fehlen oder falsch weitergegeben werden.

Nicht zuletzt zeichnen die Datenerhebungen basierend auf dem Jahr 2016 zu den mehr als 70 Leistungsbereichen von Akupunktur bis Zervix-Zytologie ein durchgehend positives Bild. Diese größtenteils genehmigungspflichtigen Leistungen werden regelmäßig durch Stichproben, Dokumentationsprüfungen, Praxisbegehungen oder Hygieneprüfungen überwacht.

Sigrid Müller