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Neue GOP für die HLA- und HPA-Antikörperdiagnostik

31.01.2018 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die HLA-Antikörperdiagnostik im EBM wurde zum 1. Januar 2018 neu gefasst und an den aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik angepasst. Darüber hinaus wurde die Diagnostik thrombozytärer Allo-Antikörper neu in den EBM aufgenommen. Dafür hat der Bewertungsausschuss neue Gebührenordnungspositionen beschlossen. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär.

Die HLA-Antikörperdiagnostik wird nun in der Systematik der HLA-Antigendiagnostik als transplantationsvorbereitende Untersuchungen im EBM-Abschnitt 32.3.15.1 und als allgemeine immungenetische Untersuchungen im Abschnitt 32.3.15.2 abgebildet. Die bisherige Gebührenordnungsposition (GOP) 32530 zum Nachweis von zytotoxischen Allo-Antikörpern wird gestrichen und als GOP 32915 (Abschnitt 32.3.15.1) und GOP 32939 (Abschnitt 32.3.15.2) fortgeführt.

Das Foto zeigt eine Laboruntersuchung

Die HLA-Antikörperdiagnostik im EBM wurde zum 1. Januar 2018 neu gefasst. Die Vergütung erfolgt extrabudgetär. Foto: fotolia.com | angellodeco

Darüber hinaus werden neue Leistungen zur weiteren Spezifizierung von Antikörpern gegen HLA-Antigene der Klassen I und II in den EBM aufgenommen – jeweils in die Abschnitte 32.3.15.1 und 32.3.15.2. Sie berücksichtigen neue technische Verfahren in diesem Bereich.

Die Untersuchungen zum Nachweis und zur Spezifizierung von Allo-Antikörpern gegen HPA-Antigene werden mit den GOP 32948 und 32949 neu in den EBM-Abschnitt 32.3.15.2 aufgenommen. Bisher konnten niedergelassene Ärzte diese Leistungen nicht abrechnen. Mit diesen Anpassungen wird insbesondere den Anforderungen einer Versorgung mit histokompatiblen Blutprodukten im vertragsärztlichen Bereich Rechnung getragen.