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Medica: NRW-Gesundheitsminister Laumann besucht Stand von I/E-Health NRW

13.11.2017 Pressemitteilungen

Neugierig, aber auch kritisch, zeigte sich NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann bei seinem heutigen Besuch des Landesgemeinschaftsstands NRW auf der Gesundheitsmesse Medica. Laumann informierte sich dort ausführlich über Neues aus Gesundheitswirtschaft, Telematik und Telemedizin – auch am Stand des Projekts I/E-Health NRW, an dem auch die beiden Kassenärztlichen Vereinigungen (KV) in Nordrhein und Westfalen-Lippe beteiligt sind. 

Über die Zusammenarbeit der Akteure, die Weiterentwicklung der Infrastruktur zur sektorenübergreifenden Kommunikation und die Verbindung von ambulantem und stationären Sektor in den vier Modellprojekten informierten den Minister unter anderem Dr. Georg Diedrich, Geschäftsbereichsleiter IT der KV Westfalen-Lippe, und Burkhard Fischer, Referatsleiter IT der Krankenhausgesellschaft NRW. Sie demonstrierten am Beispiel der elektronischen Fallakte, welche Standards nötig sind – und wie der Datenaustausch zwischen allen Beteiligten funktioniert. 

Das Bild zeigt Karl-Josef Laumann auf der Medica 2017.

NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann auf der Gesundheitsmesse Medica

Laumann zeigte sich interessiert, aber auch skeptisch: Vieles kenne er seit langem im Projektstatus, entscheidend sei die flächendeckende Anwendung zum Wohle auch der Patienten. „Wir sind schon ein gutes Stück vorangekommen“, betonte Dr. Michael Schwarzenau, Hauptgeschäftsführer der Ärztekammer Westfalen-Lippe. „Wir haben alle Akteure mit ins Boot geholt, NRW hat Standards gesetzt. In etwa zwei Jahren können über diese Infrastruktur verschiedenste Anwendungen laufen.“ Auch das Thema „Online-Rollout“ kam zur Sprache. Es sei gut, dass das Bundesgesundheitsministerium klare Vorgaben gemacht habe, aber man müsse realistisch bleiben, sagte Mathias Redders, Ministerialrat im Landesgesundheitsministerium: „Wir sprechen hier vom komplexesten IT-Projekt Europas.“ 

Laumann würdigte, dass sich die Zahl derer, die eine weitreichende Vernetzung wollten, deutlich erhöht habe. „Aber wir brauchen eine Telematik in der Medizin, die so funktioniert, dass es der Patient in der Fläche auch merkt.“ Gerade in ländlichen Gebieten eröffne die Vernetzung von Kompetenzen große Chancen für eine bessere Versorgung: „Dann ist es nicht mehr so wichtig, wo das Krankenbett steht.“ Er wolle die Technik daher weiter fördern – sofern Patienten davon in absehbarer Zeit profitierten. 

 

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