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„Dokumentation ärztlicher Leistungen ist essentiell“

17.11.2017 Pressemitteilungen

Zur Versachlichung der aktuellen Diskussion rund um das Thema „Kodieren“ erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein:

„Die vollständige und sachlich richtige Erfassung aller Diagnosen ist für Ärztinnen und Ärzte eine ‚Conditio sine qua non‘, die den international geltenden Regelungen zur Kodierung und Klassifikation von Krankheiten unterliegt.

Das Foto zeigt Dr. med. Frank Bergmann; Foto: Hanne Engwald, KVNO

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein; © Hanne Engwald, KVNO

So muss beispielsweise ein typischer Schlaganfall-Patient mit Spastik, Halbseitenlähmung, Gangstörung und Schwindel, Sprachstörungen, Gesichtsfeldausfällen, Störungen von Konzentration und Aufmerksamkeit sowie depressiver Anpassungsstörung bei vollständiger Erfassung aller Symptome mit bis zu zehn ICD-10-Diagnosen erfasst werden. Sofern darüber hinaus noch Bluthochdruck oder eine Gefäßerkrankung vorliegen, wird es noch komplizierter.

Ärztinnen und Ärzte können im laufenden Praxisbetrieb nicht ausschließen, dass bei solch umfassenden Dokumentations- und Erfassungspflichten – beispielsweise auch bei Diabetes - vereinzelt Fehler auftreten. Aus diesem Grund bemühen wir uns im Dialog mit unseren Mitgliedern um korrektes Kodieren, denn nur eine vollständige und korrekte Abbildung der Diagnosen und Verordnungen bildet unterschiedliche Morbiditätslasten zutreffend ab.“

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