Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

"Finanzpolster der Kassen wird immer dicker"

07.03.2017 Pressemitteilungen

Zur Mitteilung des Bundesgesundheitsministeriums über die aktuellen Reserven der gesetzlichen Krankenversicherung in Höhe von etwa 25 Milliarden Euro erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein:

Das Foto zeigt Dr. med. Frank Bergmann; Foto: Hanne Engwald, KVNO

Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein

„Finanzreserven von insgesamt 25 Milliarden und ein Überschuss bei Einnahmen und Ausgaben in 2016 von fast 1,4 Milliarden Euro zeigen, dass das Finanzpolster der gesetzlichen Krankenkassen immer dicker wird. Da überschüssige Mittel der Versorgung zu Gute kommen sollten, sehe ich gute Voraussetzungen für die in Kürze anstehenden Honorarverhandlungen in Nordrhein, bei denen das Thema „Konvergenz“ eine wesentliche Rolle spielen wird.

Nach der jahrelangen Benachteiligung Nordrheins gegenüber anderen Bundesländern ist es endlich an der Zeit, uns die gleichen Mittel für die ambulante Versorgung zur Verfügung zu stellen wie anderen Regionen auch – zumal fast zwölf Prozent der von nordrheinischen Vertragsärzten und –psychotherapeuten erbrachten Leistungen gar nicht vergütet werden.

Wir gehen davon aus, dass auch die Krankenkassen ein Interesse an der adäquaten Finanzierung von Gesundheitsleistungen in Nordrhein haben, denn unter der aktuellen Benachteiligung Nordrheins leiden nicht nur unsere Mitglieder, sondern auch die gesetzlich versicherten Patienten. Ich sehe daher ein Interesse aller Beteiligten, den durch die Unterfinanzierung bestehenden Standortnachteil für Nordrhein zu beseitigen. An der fortdauernden Benachteiligung können weder die KV Nordrhein noch die Krankenkassen oder die Politik ein Interesse haben.“

Drucken