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Düren: Praxen und Kliniken setzen auf eArztbriefe

04.12.2017 KVNO aktuell

In Sachen eArztbriefe ist Düren schon lange ein bundesweiter Trendsetter. Im Rahmen eines von der EU und dem Land NRW geförderten Projektes versenden und empfangen über 100 Mediziner hier bereits seit Jahren regelmäßig eArztbriefe. Gut 7300 waren es im Oktober 2017 – etwa die Hälfte aller eArztbriefe bundesweit. Nun gehen die Dürener Ärzte noch einen Schritt weiter: Vier Krankenhäuser der Caritas Trägergesellschaft West (CTW) in der Region tauschen mit ihnen eArztbriefe und Befunde via KV-Connect aus. „So werden Befunddaten ohne Medienbrüche verschlüsselt und ohne Zeitverzug zwischen ambulantem und stationären Sektor zum Wohle der Patienten ausgetauscht“, sagt Dr. Florian Fuhrmann, Geschäftsführer der KV Telematik GmbH.

Die Grafik zeigt das Logo von I/E-Health NRW

Das St. Marien-Hospital und das St. Augustinus-Krankenhaus in Düren sowie die CTW-Häuser in Jülich und Linnich erstellen zum Beispiel am Ende eines Krankenhausaufenthalts einen eArztbrief erstellt. Das kommt in den Praxen gut an: „Seitdem ich die Arztbriefe elektronisch erhalte, kann ich sie schnell zur Patientenkartei zuordnen, spare so Zeit und arbeite endlich modern“, sagt Dr. med. Holger Meyer, niedergelassener Hausarzt. Die Ärzte versenden und empfangen die Briefe aus ihrer Praxissoftware heraus – ganz einfach. Dennoch ist die Anwendung extrem sicher: Die Daten sind durch den Versand im Sicheren Netz der Kassenärztlichen Vereinigungen (SNK) und die Verschlüsselung bestens geschützt.

Dr. med. Thomas Heyer, Chefarzt der Inneren Medizin im St. Marien-Hospital Düren, nennt weiter Gründe für den Umstieg: „Durch den Postweg verlieren wir beim Entlassmanagement wertvolle Zeit und muten den Empfängern zu, das Papier scannen zu müssen. Dieser analoge Weg ist heutzutage nicht mehr zeitgemäß. Außerdem ist das Fax für uns aus datenschutzrechtlichen Gründen fraglich.“ In nächster Zeit sollen das Universitätsklinikum Aachen und weitere Praxen eingebunden werden. Als Erweiterung bei den Dokumenten steht der Bundesmedikationsplan auf der Agenda. „Die Region Düren lebt von der hohen Motivation der Beteiligten vor Ort“, berichtet Gilbert Mohr, der für die Region Düren/Aachen zuständige Projektleiter von I/E-Health NRW und Leiter der Stabsstelle Telematik der KV Nordrhein.

NAU

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