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5. CIRS-NRW-Gipfel: Fehlermeldesystem wird angenommen

04.12.2017 KVNO aktuell

Unter dem Motto „Wer führt gewinnt. Chancen und Risiken sehen“ stand der 5. CIRS-NRW- Gipfel, der am 20. November in Münster mit 120 Teilnehmern stattfand. CIRS steht für „Critical Incident Reporting System“, ein Lern- und Berichtssystem für kritische Ereignisse in der Patientenversorgung. Die fünf CIRS-Partner wollen etwaige Hemmschwellen für einen offenen Umgang mit Fehlern abbauen - und Meldesysteme wie CIRS in der Fläche etablieren.

Dr. Theodor Windhorst, Präsident der Ärztekammer Westfalen-Lippe, betonte, dass die Krankenhausgesellschaft NRW, die Ärztekammern Nordrhein und Westfalen-Lippe sowie die Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe vertrauensvoll zusammenarbeiten und das gleiche Ziel verfolgen: Patientensicherheit. Die Institutionen haben sich zusammengeschlossen und ein Sicherheitsnetzwerk gesponnen, in dem Fehler und kritische Ereignisse diskutiert werden.

„Das Gesundheitswesen ist ein Hochrisikobereich, in dem Menschen für Menschen sektorenübergreifend tätig sind. Hier können auch Fehler passieren, die schlimmstenfalls zu einem Patientenschaden führen“, so Windhorst. Wichtig sei es, keinen Fehler zweimal zu machen, aus kritischen Ereignissen anderer zu lernen und so das eigene Handeln zu reflektieren.

Die Grafik zeigt eine schamtische Darstellung der Abläufe bei CIRS.

Über 1000 Berichte

Dass alle fünf Partner für dieses wichtige Ziel seit fünf Jahren gemeinsam tätig sind und bereits über 1000 Berichte in einer Internetplattform eingestellt sind, ist in der Bundesrepublik einzigartig. Dr. Wolfgang Axel Dryden, Vorsitzender der KV Westfalen-Lippe, betonte, dass CIRS von der Beteiligung beider Seiten lebe: von denen, die über Ereignisse berichten, und denen, die hiervon lernen.

Auch im niedergelassenen Bereich spielt die Patientensicherheit eine dominierende Rolle. Die Sicherheitskultur für Patienten und auch das Personal zu fördern, ist ein wesentlicher Punkt der Qualitätsmanagement­richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses. Lern- und Berichtssysteme sind ein wirksames Instrument des Risikomanagements, das hilft, Arbeitsprozesse zu optimieren und unbeabsichtigte Patientenschäden zu vermeiden.

Matthias Blum, Geschäftsführer der Krankenhausgesellschaft NRW, appellierte an alle im Gesundheitswesen Tätigen, sich weiter aktiv zu beteiligen, CIRS mit Leben zu füllen, zu berichten und bereits eingestellte Fälle zu kommentieren.

Miriam Mauss

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