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19. Praxisbörsentag der KV Nordrhein: Gelungene Premiere mit 400 Besuchern im Maternushaus Köln – auch für die Stadt Wiehl

16.10.2017 KVNO aktuell, Pressemitteilungen

Aufgrund des Andrangs bei den jüngsten Praxisbörsentagen hat die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein (KVNO) ihren Kölner Praxisbörsentag in diesem Jahr aus der eigenen Bezirksstelle ins Tagungszentrum Maternushaus verlegt. „Wir haben hier sehr gute Bedingungen, vor allem viel mehr Raum und Platz für Gespräche“, sagt Stefan Kallenberg, Geschäftsführer der KVNO-Bezirksstelle Köln. „Das Ambiente hat allen gut gefallen und die Besucherzahl spricht für sich.“

Rund 400 Gäste tummelten sich in den Sälen und im Foyer, in dem sich die Aussteller wie die Sparkasse Köln/Bonn und die Apobank sowie die Beraterinnen und Berater der KV Nordrhein präsentierten. Und die Vertreter der Stadt Wiehl aus dem Oberbergischen Kreis, die erstmals direkt auf dem Praxisbörsentag um ärztlichen Nachwuchs warb. „In Wiehl haben wir hohe Ansprüche an uns selber. Die aktuellen städtebaulichen Planungen werden das Gesicht der Stadt in den kommenden Jahren nachhaltig verändern. Das alles funktioniert nur, wenn man aktiv wird und sich kümmert. Und das wollen wir nun auch mit Blick auf die ärztliche Versorgung tun“, sagt Maik Adomeit, Beigeordneter der Stadt Wiehl.

Wie wichtig das ist, zeigte nicht nur der einleitende Vortrag von Dr. med. Karlheinz Großgarten, Geschäftsführer des Geschäftsbereichs „Management der Außenbeziehungen“ der KV Nordrhein, sondern auch das dreigeteilte und räumlich getrennte „Meet and Greet“ von Ärzten und Therapeuten am Ende des Vormittagsprogramms. Großgarten, der den Status Quo der ambulanten Versorgung in Nordrhein vorstellte, machte deutlich, dass die Chancen und Perspektiven für eine Niederlassung wohl nie zuvor so günstig waren, denn der Bedarf an Nachwuchs und Praxisnachfolgern ist nicht nur im hausärztlichen Bereich groß, vor allem in ländlichen Regionen. Rückseite der Medaille: Für die abgabewilligen Ärztinnen und Ärzte wird es zunehmend schwieriger, Interessenten für eine Praxisübernahme zu finden, wie sich auch bei den persönlichen Begegnungen vor allem der Allgemeinmediziner zeigte. Dies wiederum hat Auswirkungen auf die Praxiswertermittlung, wobei der Praxiswert noch lange nicht der zu erzielende oder zu zahlende Preis ist, wie Steuerberater Christoph Röger in seinem Vortrag erläuterte.

Das Bild zeigt einen Vortrag des Praxisbörsentags. Foto: KVNO | Guido Schiefer

Auch die Vorträge für Praxisabgeber und Praxiseinsteiger zum Beispiel stießen auf großes Interesse.

Gleichwohl konnten eine Menge viel versprechender Gespräche und Kontakte vermittelt werden, zumal auch in den Pausen Gelegenheit bestand, sich zurückzuziehen, zum Beispiel am „Meeting Point“, einem ruhigen Treffpunkt am Kamin. Am Nachmittag teilte sich das Programm in Vorträge für Praxisabgeber und Praxiseinsteiger – mit vielen Informationen über Fördermöglichkeiten, Finanzierung, vertragliche und steuerliche Rahmenbedingungen sowie einem persönlichen Bericht aus der eigenen Praxis von Hausarzt Sebastian Haaß aus Inden im Rhein-Erft Kreis.