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Cannabis: Drei neue GOP zur Vergütung

07.11.2017 Honorar, KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Das sogenannte Cannabis-Gesetz war im März dieses Jahres in Kraft getreten. Ärzte dürfen seitdem getrocknete Cannabisblüten und -extrakte auf einem Betäubungsmittelrezept verordnen. Dabei sind Ärzte verpflichtet, für eine Begleiterhebung ein Jahr nach Behandlungsbeginn Daten an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) zu übermitteln.

Zur Vergütung des Aufwandes der Ärzte bei der Verordnung von Cannabis hat der Bewertungsausausschuss rückwirkend zum 1. Oktober 2017 drei neue Leistungen in den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) aufgenommen, die außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung sowie den RLVs und QZVs finanziert werden. Bitte beachten Sie: Die ersten Cannabis-Verordnungen muss die Krankenkasse vor Therapiebeginn genehmigen.

NAU

GOP Bewertung Leistung
01460 28 Punkte | 2,95 Euro Aufklärung des Patienten über Begleiterhebung/
Aushändigung des Infoblattes
01461 92 Punkte | 9,70 Euro Datenerfassung und Datenübermittlung an das
BfArM im Rahmen der Begleiterhebung
01626 143 Punkte | 15,06 Euro Ärztliche Stellungnahme für die Krankenkasse bei der Beantragung einer Genehmigung zur Verordnung von Cannabis

Die GOP 01460 und 01461 können bis 31. März 2022 abgerechnet werden; dann endet die fünfjährige Begleiterhebung.

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