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Gesetzliche Unfallversicherung: Honorar steigt um 18 Prozent

22.09.2017 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Für die Abrechnung der Gebühren nach der UV-GOÄ im Bereich der gesetzlichen Unfallversicherung hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) eine Honorarsteigerung von 18 Prozent ausgehandelt. Diese Anpassung kommt allen Ärzten zugute, die für die Unfallversicherung tätig sind. Die Anhebung erstreckt sich über vier Jahre.

Zunächst werden die Gebührensätze ab 1. Oktober 2017 um acht Prozent erhöht. Danach folgen drei Stufen mit einer Erhöhung von je drei Prozent, jeweils zum 1. Oktober 2018, 2019 und 2020. Dies erfolgt basiswirksam, sodass sich eine Steigerung von insgesamt 18 Prozent ergibt. Einen entsprechenden Beschluss hat die Gebührenkommission kürzlich gefasst. Zudem wurde auch das Gebührenverzeichnis für die Psychotherapeutenverfahren geändert, so dass die Gebührenpositionen P 1 bis P2 angepasst wurden. Außerdem werden zum 1. Oktober dieses Jahres für Anästhesieleistungen neue Leistungslegenden eingeführt. Auch damit sind deutlich höhere Gebühren verbunden.

Das Bild zeigt den Fuß eines Mannes, der kurz davor ist, in einen Nagel zu treten.

Arbeitsunfälle sind über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt. Alle Ärzte, die hierfür tätig sind, profitieren von der beschlossenen Honorarsteigerung.

Einige Gebühren sind von der linearen Erhöhung ausgenommen – besonders jene, die in den vergangenen Jahren bereits deutlich angehoben wurden. Dazu gehören zum Beispiel Gutachtergebühren, Schreibgebühren, Gebühren für die Hautkrebsbehandlung, Zuschläge für das ambulante Operieren und für ambulante OP-Leistungen.

Die neuen Gebühren sind auch im Praxisverwaltungssystem hinterlegt. Für den Fall, dass Praxen zum 1. Oktober noch nicht über die entsprechend angepasste Praxissoftware verfügen, sollten erbrachte Leistungen erst dann abgerechnet werden, wenn diese nach den neuen Gebühren dargestellt werden können. Nachberechnungen sollten aus Sicht der KBV möglichst vermieden werden.

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