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Verordnung von Soziotherapie: Änderungen an Formularen

01.09.2017 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die Formulare zur Verordnung von Soziotherapie werden zum 1. Oktober 2017 angepasst. Damit wird der erweiterte Indikationsbereich berücksichtigt, der mit der Änderung der Soziotherapie-Richtlinie aus dem Jahre 2015 eingeführt wurde.

Auf dem Formular 26 zur Verordnung von Soziotherapie wird künftig abgebildet, dass Soziotherapie außerhalb des Bereichs des schizophrenen Formenkreises und der affektiven Störungen (Regelversorgung) auch für alle anderen Erkrankungen aus dem Kapitel „Psychische und Verhaltensstörungen“ des ICD-10 (F00 bis F99) verordnet werden kann. Es wird bei diesen Diagnosen künftig nach „Art und Ausprägung der Co-Morbiditäten“ und den „sonstigen (Fähig­keits-)Einschränkungen“ gefragt.

Diese Angaben sind Voraussetzung, um für psychische Erkrankungen und Störungen außerhalb der Regelversorgung Soziotherapie verordnen zu können. Die Angabe „Art und Dauer der stationären Aufenthalte wegen dieser Erkrankung in den vergangenen zehn Jahren“ entfällt.

Auf dem Formular 28 zur Verordnung bei Überweisung zur Indikationsstellung für Soziotherapie wird die Erklärung des verordnenden Arztes ergänzt, dass auch zur Überweisung an einen Psychotherapeuten ein Soziotherapeut hinzugezogen werden kann. Diese Ergänzung ist notwendig, da zukünftig auch Vertragspsychotherapeuten Soziotherapie verordnen dürfen.

Da seit der Änderung der Soziotherapie-Richtlinie bis zu fünf Therapieeinheiten für die soziotherapeutische Unterstützung der Überweisung zur Verfügung stehen (vorher: drei), wurden für die „Abrechnung des soziotherapeutischen Leistungserbringers“ die entsprechenden Felder erweitert.

Seit wann die Erkrankung besteht, muss der verordnende Arzt/Psychotherapeut auf beiden Formularen nur noch eintragen, wenn ihm dies bekannt ist.