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NäPa in Facharztpraxen: Mehr Geld für Hausbesuche

01.09.2017 KVNO aktuell

Qualifiziertes Praxispersonal entlastet Ärztinnen und Ärzte. Das ist aber nicht der einzige Pluspunkt: Für Leistungen von nicht ärztlichen Praxisassistentinnen (NäPa) gibt es inzwischen auch bessere Abrechnungsmöglichkeiten. So sind seit 1. Juli 2017 Hausbesuche von NäPas, zu denen auch die Entlastenden Versorgungsassistentinnen (EVA) zählen, auch im fachärztlichen Bereich abrechenbar. Bislang wurden ausschließlich deren Besuche in Alten- und Pflegeheimen vergütet.

17,48 Euro für den Hausbesuch

Zur Abrechnung der Hausbesuche wurden zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) 38202 und 38207 in das EBM-Kapitel 38 (Delegierbare Leistungen) aufgenommen. Sie werden als Zuschläge zu den GOP für ärztlich angeordnete Hilfeleistungen von Praxismitarbeitern (Wegepauschalen GOP 38100 und 38105) gezahlt – extrabudgetär.

Der Hausbesuch einer EVA ist mit insgesamt 166 Punkten (17,48 Euro) bewertet, der Mitbesuch mit insgesamt 122 Punkten (12,85 Euro). Genauso viel erhalten Praxen, wenn eine EVA Patienten in einem Pflegeheim aufsucht. Eine solche Konsultation ist bereits seit einem Jahr möglich. Wer die Haus- und Pflegeheimbesuche delegiert, benötigt eine entsprechend qualifizierte MFA – und die Genehmigung der Kassenärztlichen Vereinigung.

NAU

  Pflegeheimbesuch   Hausbesuch  
  GOP Bewertung (Punkte) GOP Bewertung (Punkte)
1.Patient 38100
38200
76
90
38100
38202
76
90
weitere Patienten 38105
38205
39
83
38105
38207
39
83