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Herzscreening bei Neugeborenen seit Juli im EBM

31.07.2017 KVNO aktuell, Praxisinfos

Seit 1. Juli 2017 können Ärzte das Screening auf kritische angeborene Herzfehler bei Neugeborenen mittels Pulsoxymetrie über den Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) abrechnen. Dazu wurden zwei neue Gebührenordnungspositionen (GOP) in den EBM-Abschnitt 1.7.1 aufgenommen.

  • GOP 01703: 16,53 Euro Darin enthalten sind die eingehende Aufklärung der Eltern, das Screening mittels Pulsoxymetrie sowie eine Wiederholung der Untersuchung innerhalb von zwei Stunden nach einem kontrollbedürftigen Messergebnis. Die Ergebnisse des Screenings werden im Gelben Heft – zunächst mittels Einlageblatt – dokumentiert.
  • GOP 01702: 2,95 Euro Diese GOP ist abzurechnen, wenn nach der Aufklärung der Eltern über Sinn, Zweck und Ziel des Screenings keine Untersuchung mittels Pulsoxymetrie erfolgt.

Beide GOP können bis zur U2 berechnet werden – sofern noch kein Pulsoxymetrie-Screening im Untersuchungsheft für Kinder dokumentiert ist. Allerdings können nicht beide Leistungen für dasselbe Neugeborene abgerechnet werden. Die Vergütung erfolgt außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung und damit extrabudgetär zum festen Preis. Anspruch auf das Screening haben alle Neugeborenen, bei denen pränatal kein kritischer Herzfehler diagnostiziert wurde.