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Bauchaortenaneurysmen: Früherkennung Kassenleistung

01.09.2017 KVNO aktuell, Praxisinfos

Künftig haben gesetzlich krankenversicherte Männer ab 65 Jahren Anspruch auf ein einmaliges Ultraschallscreening zur Früherkennung von Bauchaortenaneurysmen. Sie sind wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge davon wesentlich häufiger betroffen als Frauen. Die entsprechende Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) und die begleitende Versicherteninformation sind im Juni 2017 in Kraft getreten.

Bevor das Screeningangebot genutzt werden kann, muss der Bewertungsausschuss jedoch noch die Vergütung der neuen Leistung festlegen. Dafür haben die Vertragspartner – Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband – bis zu sechs Monate Zeit.

Die Details des neuen Screenings hatte der G-BA bereits im Oktober 2016 beschlossen, das Inkrafttreten jedoch mit dem Vorliegen einer entsprechenden Versicherteninformation verknüpft. Diese soll die ärztliche Beratung zum Screening unterstützen. Arztpraxen beziehen diese über ihre Kassenärztlichen Vereinigungen.

Das Screening soll bevorzugt im Rahmen der Gesundheitsuntersuchung „Check-up 35“ einmalig erfolgen. Alle Ärzte, die eine Genehmigung zur Ultraschalluntersuchung des Bauches (Anwendungsbereich 7.1 der Ultraschallvereinbarung) haben, dürfen die Leistung durchführen. Eine Evaluation der neuen Vorsorge ist drei Jahre nach Inkrafttreten vorgesehen.