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25 Jahre Notfallpraxis Düsseldorf: Fast 2,4 Millionen Menschen geholfen

23.06.2017 Gesundheitstipps, KVNO aktuell, Praxisinfos

Vor 25 Jahren, am 1. Juli 1992, öffnete die Notfallpraxis Düsseldorf erstmals ihre Türen, damals noch an der Erkrather Straße 347. Die Praxis haben die Düsseldorferinnen und Düsseldorfer von Beginn an gut angenommen: Inzwischen haben die Ärztinnen und Ärzte fast 2,4 Millionen Menschen außerhalb der Sprechzeiten der Arztpraxen versorgt, 500.000 davon per Hausbesuch.

Die Düsseldorfer Praxis war Vorreiter. Sie beeinflusste ärztliche Notfallorganisationen von Bayern bis Schleswig-Holstein – und trieb den Aufbau von Notfallpraxen an Krankenhäusern voran. „Bis heute gibt es im gesamten Bundesgebiet keine vergleichbare Notfallpraxis dieser Größenordnung“, sagt Dr. med. Stephan Güsgen, Vorsitzender des Vereins Notdienst Düsseldorfer Ärzte.

Nicht nur gesundheitspolitisch, auch wissenschaftlich ist die Notfallpraxis in Düsseldorf offenbar ein wichtiges Modell: Inzwischen gibt es zwei Dissertationen über das Thema Notfallmedizin am Beispiel der Zentralen Notfallpraxis Düsseldorf.

Das Bild zeigt das Logo der Notfallpraxis Düsseldorf (NFP).

Die Notfallpraxis ist Montag, Dienstag, Donnerstag von 20 Uhr bis 7 Uhr, Mittwoch von 14 Uhr bis 7 Uhr, Freitag ab 17 Uhr geöffnet; Samstag, Sonntag und an Feiertagen sogar rund um die Uhr. Die fachärztlichen Dienste enden jeweils um 24 Uhr.

Geführt wird die Praxis vom Verein Notdienst Düsseldorfer Ärzte, der sich bereits 1991 gründete und 1.244 Mitglieder zählt. Die Praxis in der Erkrather Straße begann zunächst auf 287 Quadratmetern. Doch der Bedarf war groß: Im Februar 1996 fand eine Erweiterung auf über 500 Quadratmeter statt. Ein Jahr später stießen auch die Düsseldorfer Zahnärzte hinzu und behandelten Notfall-Patienten fortan in dieser Praxis.

Die Entwicklung ging aber noch weiter. „Im Jahre 2001 entschieden wir, die Notfallpraxis an ein Krankenhaus anzubinden“, so Güsgen. Die Entscheidung fiel zugunsten des zentral gelegenen Evangelischen Krankenhauses aus. Im Juli 2005 bezog die Notfallpraxis ihre neuen Räume in der Kronenstraße 15 in Düsseldorf-Unterbilk.

Ihr Behandlungsangebot baute die Notfallpraxis mit „Zimmer Nr. 8“ aus: Hier helfen Ärzte akut traumatisierten
Patienten während der sprechstundenfreien Zeiten. Im September 2016 zog die Notfallpraxis in die neuen Räume auf der Florastraße 38, ist aber weiterhin – nur durch einen Flur – mit dem Evangelischen Krankenhaus verbunden.

Patienten finden in der Praxis täglich ein großes Behandlungsspektrum: Arzt für Allgemeinmedizin/Internist, Orthopäde/Chirurg, Kinderarzt, Augenarzt, HNO–Arzt, Psychiater/Neurologe und Gynäkologe.

Für die fachärztliche Notfallversorgung stehen Apparaturen wie ein EKG-Gerät, Röntgeneinrichtung, Labor, Cardiotocograph, Sonographie, ein Infusionsraum sowie für die erste Wundversorgung zwei gut ausgestattete OPs zur Verfügung.

Die Kosten der Praxis tragen die Ärzte selbst: Sie zahlten bis zu 30 Prozent ihrer Notdiensteinnahmen an den Verein. Der Verein „Notdienst Düsseldorfer Ärzte“ hat drei Angestellte in der Verwaltung, dazu kommen 35 Medizinische Fachangestellte in der Praxis selbst.

Frank Naundorf

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