Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Grippesaison 2017/2018: Impfstoffe weiterhin Influvac und Afluria

09.08.2017 KVNO aktuell, Newsletter, Verordnungsinfos

Für die kommende Grippesaison sollten die Praxen in Nordrhein weiterhin Influvac und Afluria beziehen. Die Krankenkassen und Verbände in Nordrhein weisen darauf hin, dass die bestehenden Rabattverträge bereits im November 2016 für die kommende Impfsaison verlängert wurden. Die beiden Impfstoffe sind daher zu bevorzugen. Nur in medizinisch begründeten Einzelfällen können Praxen auf andere Impfstoffe ausweichen.

Die KV Nordrhein weist darauf hin, dass zur Gültigkeit der Rabattverträge derzeit unterschiedliche Rechtsauffassungen seitens des Bundesministeriums für Gesundheit und den Verbänden der Krankenkassen bestehen, die letztlich nur gerichtlich geklärt werden können. Das Risiko für Anträge wegen unwirtschaftlicher Verordnung ist minimiert, wenn entsprechend der Auffassung der Krankenkassen in Nordrhein die rabattierten Impfstoffe Influvac und Afluria verordnet werden.

Für den bevorzugten Einsatz eines tetravalenten Impfstoffes gibt es bisher keine Empfehlung der WHO oder der STIKO. Bei der wirtschaftlichen Auswahl eines Impfstoffes ohne Berücksichtigung der Rabattverträge wären weiterhin trivalente Impfstoffe die wirtschaftliche Alternative.

Die Vorabbestellung der Impfstoffe sollte zunächst circa 50 Prozent der Bestellung aus der letzten Saison umfassen und der Apotheke bis spätestens Ende Juni auf einem Muster 16 Vordruck vorliegen. Influvac Fertigspritzen mit feststehender Kanüle (10er Packung) und Afluria ohne Kanüle (10er Packung) sind die Impfstoffe, für die in Nordrhein Rabattverträge fortbestehen. Der Grippeimpfstoff für Impfungen nach der Schutzimpfungs-Richtlinie sollte über den Sprechstundenbedarf unter seinem Handelsnamen verordnet werden. Eine Verordnung über den allgemeinen Begriff „Grippeimpfstoff 2017/2018“ wäre für die Apotheken eine unklare Verordnung, die nicht beliefert werden könnte.

Die nasale Grippeimpfung wird von der STIKO nicht mehr vorrangig empfohlen. Bis zu einer Änderung der Schutzimpfungs-Richtlinie kann der nasale Grippeimpfstoff Fluenz nicht zu Lasten der GKV verordnet werden. Die KV Nordrhein wird die Praxen über eine Anpassung der Schutzimpfungs-Richtlinie zeitnah informieren.

Drucken