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Europäische Krankenversicherungskarte: Umgang erleichtert

13.06.2017 KVNO aktuell, Newsletter, Praxisinfos

Zum 1. Juli 2017 treten Änderungen an der Vereinbarung zur Anwendung der Europäischen Krankenversicherungskarte  (EHIC) in Kraft. Darauf haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung und GKV-Spitzenverband geeinigt. So entfällt künftig das Muster 80  zur Dokumentation des Behandlungsanspruchs. Ab 1. Juli reicht  eine Kopie der EHIC beziehungsweise der provisorischen Ersatzbescheinigung eines im europäischen Ausland Versicherten aus, um den Behandlungsanspruch zu dokumentieren. Ebenso entfällt die Verpflichtung des Arztes zur Kopie von Personalausweis oder Reisepass des Versicherten.

Darüber hinaus wird das bisherige Muster 81 („Erklärung der im EU- bzw. EWR-Ausland oder der Schweiz versicherten Patienten, die eine Europäische Krankenversicherungskarte oder eine Ersatzbescheinigung vorlegen“) durch das neue  Patientenformular „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ ersetzt. Dieses wird künftig direkt in den Praxisverwaltungssystemen in 13 Sprachen hinterlegt und kann bei Bedarf in der jeweiligen Sprache ausgedruckt werden. Ziel ist es, den Aufwand in den Praxen zu reduzieren und das Dokument in mehr Sprachen und mit ausführlicheren Übersetzungen anzubieten als bislang. Zudem ist gewährleistet, dass das Dokument in jeder Praxis vorgehalten wird.

Falls Sie auf Schwierigkeiten beim Ausdruck der „Patientenerklärung Europäische Krankenversicherung“ in ihrem Praxisverwaltungssystem stoßen, wenden Sie sich bitte direkt an ihr Softwarehaus. Für diesen Fall haben wir Ihnen das entsprechende Formular einzeln in 13 Sprachen zum Download zur Verfügung gestellt. Die Dokumentation des Behandlungsanspruchs und die Patientenerklärung, die bisher quartalsweise erfolgt, müssen nun mindestens einmal innerhalb von drei Monaten erfolgen. Eine doppelte Dokumentation am Quartalsübergang entfällt damit künftig.

Die Dokumentation des Behandlungsanspruchs und die Patientenerklärung, die bisher quartalsweise erfolgt, müssen nun mindestens einmal innerhalb von drei Monaten erfolgen. Eine doppelte Dokumentation am Quartalsübergang entfällt damit künftig.

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