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Großes Interesse an RESIST

16.05.2017 KVNO aktuell, Verordnungsinfos

Das Projekt „Resistenzvermeidung durch adäquaten Antibiotikaeinsatz bei akuten Atemwegsinfektionen (RESIST)“ ist das erste von drei Projekten in Nordrhein, die aus dem Innovations­fonds gefördert werden. Aus dem Bereich der KV Nordrhein können bis zu 494 Ärzte an diesem Projekt teilnehmen, sofern sie Haus-, Kinder-, HNO-Ärzte oder hausärztliche Internisten sind.

Die potenziellen Teilnehmer-Praxen wurden in der ersten Aprilwoche angeschrieben und über das Projekt informiert. „Das Interesse und die Rückmeldungen waren überwältigend“, sagt Projektleiter Dr. Holger Neye erfreut. Bis kurz nach Ostern haben sich bereits über 600 interessierte Ärzte gemeldet, sodass weitere Interessenten zunächst auf eine Warteliste genommen werden. Die Einschreibungsphase läuft noch bis zum 30. Juni 2017. Nach erfolgreicher Registrierung durchlaufen die teilnehmenden Ärzte eine Online-Schulung zum Einsatz von Antibiotika im Fortbildungsportal der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), die das Projekt auf Bundesebene zusammen mit dem Verband der Ersatzkassen betreut.

Die Ärzte kritisierten die Bindung an das KBV- Fortbildungsportal zunächst, da Praxen im KV- SafeNet angeschlossen sein müssen, um diese Online-Fortbildung absolvieren zu können. Aufgrund des kurzen Zeitraums zwischen Zuschlagserteilung aus dem Innovationsfonds Ende letzten Jahres und dem Start des Projektes zum 1. April hat die KBV den Zugriff auf bestehende Strukturen aber zur Bedingung gemacht, damit die Vorbereitungen zum Projektstart rechtzeitig abgeschlossen werden konnten.

Von Juli 2017 bis Juni 2019 sollen Ärzte und Patienten dann gemeinsam bei Infektionen der oberen Atemwege über den Einsatz von Antibiotika entscheiden. Patienten müssen sich nicht einschreiben. Sie werden anhand einer zusätzlichen Abrechnungsziffer identifiziert, sodass eine anonyme Analyse der Antibiotikaverordnungen möglich ist.

Die Evaluation wird vom Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung (Zi) in Zusammenarbeit mit der Uni Rostock durchgeführt.

HON