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Noch mehr Fördermöglichkeiten

21.03.2017 KVNO aktuell, Praxisinfos

In den kommenden Jahren geben viele Ärzte in Nordrhein ihre Praxis aus Altersgründen auf. Potenzielle Nachfolger in Hausarzt-Praxen können von verschiedenen Förderungen profitieren.

Stipendieninitiative Allgemeinmedizin

Die KV Nordrhein fördert seit 2012 Studierende im Praktischen Jahr gemeinsam mit den Krankenkassen im Rheinland mit bis zu 2.400 Euro. Bis zu vier Monate erhalten die Studierenden monatlich 600 Euro. Die KV Nordrhein vergibt maximal 100 Stipendium an angehende Ärztinnen und Ärzte pro Jahr.

Voraussetzung ist, dass sich die Stipendiaten im Wahlbereich innerhalb ihres Praktischen Jahres für das Fach Allgemeinmedizin entscheiden. Zudem müssen sie ihr Praktikum in einer nordrheinischen akademischen Lehrpraxis mit Lehrbefähigung absolvieren und an einer nordrhein-westfälischen Universität Medizin studieren.

Das Bild zeigt zwölf Menschen beim picknicken. Foto: StadtLandBerg | Regina Kerstin

Gute Laune bei der „Picknick-Wanderung“ der Gemeinde Reichshof.

Förderung der Weiterbildung

Seit 1. Juli 2016 erhalten angehende Allgemeinmediziner im ambulanten Bereich einen Gehaltszuschuss von monatlich 4.800 Euro; zuvor waren es 3.500 Euro. Auf die Erhöhung haben sich Kassenärztliche Bundesvereinigung, GKV-Spitzenverband und Deutsche Krankenhausgesellschaft verständigt.

Zum 1. Juli 2016 ist auch die Zahl der Förderstellen gestiegen. In der Weiterbildung Allgemeinmedizin werden jetzt bundesweit 7.500 Plätze pro Jahr angeboten, 2.500 mehr als zuvor. Die neue Vereinbarung regelt außerdem die Förderung von 1.000 ambulanten Weiterbildungsstellen weiterer Facharztgruppen, die ebenfalls mit 4.800 Euro bezuschusst werden.

100.000 Euro in Reichshof

Die Gemeinde Reichshof im Oberbergischen Kreis zahlt noch einmal 50.000 Euro an Hausärzte, die sich dort niederlassen. Außerdem hilft die Gemeinde unter anderem bei der Auswahl geeigneter Grundstücke oder Gebäude. Mit dem Landeszuschuss steigt die Förderung auf 100.000 Euro. Bürgermeister Rüdiger Gennies will mindestens zwei Hausärzte mit der Finanzspritze gewinnen. Das Geld soll für den Erwerb und die Einrichtung der Praxis eingesetzt werden. Die Ärzte verpflichten sich, mindestens zehn Jahre vor Ort tätig zu sein.

Auch andere Gebiete bemühen sich aktiv um Hausärzte für die ambulante Versorgung. Der Landkreis Kleve zum Beispiel fördert Hospitationen vor Ort: Approbierte Ärzte erhalten dafür 2.000 Euro pro Woche.