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Betreuungsstrukturvertrag mit der KKH erweitert

21.03.2017 KVNO aktuell, Praxisinfos, Verträge

Der seit 1. Juli 2015 laufende Betreuungsstrukturvertrag mit der Kaufmännischen Krankenkasse (KKH) wird in zwei Stufen zum 1. Januar sowie zum 1. April 2017 erweitert. Darauf haben sich die KV Nordrhein und die KKH verständigt.

Folgende Änderungen gelten seit dem 1. Januar 2017:

  • Anpassung des Kataloges mit den Indikationen und Diagnosen: Es werden insgesamt 17 ICD-10-Codes gestrichen, darunter Adipositas, Diagnosen zur respiratorischen Insuffizienz und Dysthymia, und 290 Diagnosen wie zum Beispiel Multiple Sklerose, Depressionen und Suchterkrankungen neu aufgenommen.
  • Aufnahme der Psychotherapeuten: Neben Haus- und Fachärzten können jetzt auch Psychotherapeuten analog der Betreuungsstrukturverträge mit der Techniker Krankenkasse (TK) und dem BKK-Landesverband Nordwest (BKK-LV NW) an dem Vertrag mit der KKH teilnehmen.

Zum 1. April 2017 gibt es folgende Neuerungen:

  • Aufnahme eines neuen Moduls in Form einer sogenannten Aufwandspauschale
    „Diabetes mellitus/COPD“: Für die Behandlung von Versicherten mit Diabetes mellitus oder COPD und entsprechenden Begleiterkrankungen erhalten Ärzte mehr Geld. Voraussetzung: Es müssen bestimmte Ver­kettungen gesicherter Diagnosen vorliegen, die zu einer zusätzlichen einmaligen Förderung führen. Diese Kombination von zwei Diagnosen darf allerdings in den letzten vier Vorquartalen nicht als gesichert codiert worden sein. Vergütet wird diese einmalige Aufwandspauschale mit 8,50 Euro zuzüglich zu den entsprechenden Betreuungspauschalen. Abgerechnet wird diese neue Leistung mit der Symbolnummer (SNR) 91319 wie auch in den Verträgen mit der TK und der AOK Rheinland/Hamburg.
  • Änderung der bestehenden Vergütungssystematik: Die Betreuungspauschalen entsprechen denen der Verträge mit der TK sowie dem BKK-LV NW:
    • 3 Euro (mindestens eine Diagnose aus einer Indikationsgruppe)
    • 6 Euro (mindestens eine Diagnose aus zwei Indikationsgruppen)
    • 9 Euro (mindestens eine Diagnose aus drei oder mehr Indikationsgruppen)