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Unfallversicherungsträger: Abrechnung angepasst

23.01.2017 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos, Verträge

Zum 1. Januar 2017 wurden für die Abrechnung im Rahmen der gesetzlichen Unfallversicherung Anpassungen vorgenommen. Darüber hinaus sind Änderungen im Vertrag Ärzte/Unfallversicherungsträger in Kraft getreten.

Änderung der Gebührenordnung

Seit Januar 2015 können bestimmte Formen des weißen Hautkrebses, die durch Sonnenstrahlung verursacht werden, als Berufskrankheit anerkannt werden. In der praktischen Anwendung der Gebührenziffern ergaben sich allerdings Probleme bei der Berechnung der Behandlungsflächen. Zur Vereinfachung der Berechnung wurden die Leistungsbeschreibungen wie folgt neu festgelegt:

  • Ziffer 570: Behandlungsgesamtfläche von bis zu 100 cm², Honorierung 100,61 Euro
  • Ziffer 571: Behandlungsfläche über 100 cm², Honorierung 50,00 Euro
Das Bild zeigt Bauarbeiter auf der Straße; Foto: Andreas Gebert, dpa

Bestimmte Berufsgruppen, darunter Bauarbeiter, haben durch Sonnenstrahlung ein erhöhtes Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Einge Formen des weißen Hautkrebses werden bei den betroffenen Berufsgruppen deshalb als Berufskrankheit anerkannt.

Auch für die Berechnung der Laserbehandlungsflächen wurde eine Vereinfachung gewählt. Hier wurde auf die Definitionen „je Feld“ und „je Sitzung“ verzichtet und ausschließlich auf die Gesamtfläche abgehoben.

Anpassung des Vertrags

Im Zuge der Neuordnung des stationären Durchgangsarztverfahrens im Jahr 2013 gab es keine konkrete Regelung, dass Unfallverletzte an ein Krankenhaus überwiesen werden müssen, das an besonderen Heilverfahren beteiligt ist.

Dazu gibt es nun eine Ergänzung. Diese soll dazu dienen, die Überweisungspflicht durch ambulant tätige Durchgangsärzte an Durchgangsärzte, die an Krankenhäusern mit besonderen Heilverfahren tätig sind, zu konkretisieren.

Es besteht aber weiterhin die Möglichkeit, Unfallverletzte nach Absprache mit dem Unfallversicherungsträger zur weiteren Behandlung an Krankenhäuser ohne spezielle Zulassung (stationäres Durchgangsarztverfahren, Verletzungsartenverfahren oder Schwerstverletzungsartenverfahren) zu überweisen, die für die Art der Verletzung besondere Qualifikationen aufweisen, z. B. vordere Kreuzbandersatzplastiken oder schulterchirurgische Eingriffe.

Auch im ambulanten Bereich können zur Klärung der Diagnose und/oder zur ambulanten Behandlung weitere Ärzte hinzugezogen werden. Außerdem wurden der § 5 sowie der Anhang 3 im Hinblick auf Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten ergänzt. Der Gesetzgeber hat ausdrücklich geregelt, dass die Übermittlungsbefugnis im Bereich der Unfallversicherung auch auf das Psychotherapeutenverfahren Anwendung findet.

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