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Termin-Servicestelle: Vermittlung wird umgestellt

16.02.2017 KVNO aktuell

Im Jahr 2016 hat die Termin-Servicestelle der KV Nordrhein knapp 10.000 Facharzttermine an gesetzlich versicherte Patienten aus dem Rheinland erfolgreich vermittelt. Ab 1. März 2017 werden die KV Nordrhein und die KV Niedersachsen mit einem externen Dienstleister zusammenarbeiten. Grund hierfür ist, dass der Service noch effizienter und wirtschaftlicher gestaltet werden soll.

Mit der Umstellung gehen folgende Änderungen einher:

  • Die Termin-Servicestelle vermittelt nur noch Termine (Einzel- oder Wiederholungstermine), die Praxen gemeldet haben. Dies gilt ab 1. April 2017 auch für die Termine in Praxen von Psychotherapeuten. Die TerminServicestelle ruft keine Praxis an, um nach einem Termin zu suchen. Es wird nur auf die gemeldeten Termine zurückgegriffen.
  • Voraussichtlich ab März 2017 erhalten alle überweisenden Ärzte (Haus- und Fachärzte) Barcodes per Post. Diese sind bei medizinischer Dringlichkeit auf der Überweisung im Auftragsfeld aufzukleben. Bis zum Vorliegen des Codes in den Praxen können Praxen eine Überweisung mit dem Eintrag „A“ im Auftragsfeld als dringlich kennzeichnen.

Am Ablauf generell wird sich für die Patientinnen und Patienten wenig ändern:

  • Der Patient, der eine entsprechende Überweisung erhalten hat, wendet sich an die ihm bekannte Nummer der Termin-Service­stelle: 0211 5970 8990.
  • Die Termin-Servicestelle vermittelt dem Patienten einen Termin.
  • Der Patient muss in der entsprechenden Praxis anrufen und den Termin bestätigen.
  • Der Facharzt wird über den Termin, den Namen und das Geburtsdatum des Patienten auf Wunsch per E-Mail oder Fax informiert

Alle Praxen sollten weiter Termine für die Vermittlung an die KV Nordrhein zu melden, denn nur so kann eine weitere reibungslose Vergabe dringlicher Termine über die Termin-Servicestelle gewährleistet werden. Kann ein dringlicher Termin nicht vermittelt werden, droht eine Einweisung ins Krankenhaus; die Behandlungskosten werden dann aus dem Honorartopf der ambulanten Versorgung finanziert.

Die Termin-Servicestelle der KV Nordrhein hat im Jahr 2016 rund 10.000 Facharzttermine an gesetzlich versicherte Patienten aus dem Rheinland vermittelt. Im Schnitt wurde die Servicestelle seit ihrer Einführung im Januar 2016 von 500 bis 600 Patienten pro Woche kontaktiert, die Gesamtzahl der Anrufer lag bei etwa 17.500. Besonders nachgefragt waren Termine bei Neurologen und Radiologen.

Der Vorstand der KV Nordrhein sieht die Termin-Servicestelle sehr kritisch: „Die hohe Ausfallquote zeigt, dass der Leidensdruck vieler Patienten offenbar nicht so groß ist, wie von der Politik und in den Medien häufig dargestellt“ , sagt Dr. med. Carsten König, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein. „Mit Blick auf das Gesamtvolumen an Terminen und ambulanten Behandlungsfällen in Nordrhein bleiben wir dabei, dass nur ein sehr kleiner Teil der Patienten von der Termin-Servicestelle profitiert“, erklärt Dr. med. Frank Bergmann, Vorstandsvorsitzender der KV Nordrhein.

Miriam Mauss

Ab dem 1. April 2017 muss die Servicestelle auch Termine bei Psychotherapeuten vermitteln. Über Einzelheiten berichten wir in der nächsten Ausgabe von KVNO aktuell.

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