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Sozialpädiatrischer Zuschlag kann dreimal abgerechnet werden

23.12.2016 KVNO aktuell, Praxisinfos

Die sozialpädiatrische Betreuung von Kindern und Jugendlichen wird ab Januar 2017 besser vergütet. Statt wie bisher zweimal kann der 2015 eingeführte Zuschlag für die Beratung zu weiterführenden Maßnahmen dann dreimal im Krankheitsfall abgerechnet werden.

Hintergrund der Anpassung ist, dass das Vergütungsvolumen von etwa 14 Millionen Euro pro Jahr bislang nicht ausgeschöpft wird. KBV und GKV-Spitzenverband haben deshalb vereinbart, die Abrechnungsmöglichkeit der Gebührenordnungsposition (GOP) 04356 auszuweiten, sodass diese Leistung nun „höchstens dreimal im Krankheitsfall“, also dreimal innerhalb von vier Quartalen, abgerechnet werden kann.

Kinder- und Jugendärzte mit entsprechender Qualifikation erhalten den Zuschlag für die weiterführende sozialpädiatrisch orientierte Versorgung. Er war vor zwei Jahren als Zuschlag zur GOP 04355 eingeführt worden. Damit soll der erhöhte Aufwand bei der Betreuung von Kindern und Jugendlichen beispielsweise mit motorischen, kognitiven oder emotionalen Auffälligkeiten, Erkrankungen oder einer Behinderung besser berücksichtigt werden.

Der Zuschlag ist mit 195 Punkten bewertet (20,53 Euro). Die Vergütung erfolgt extrabudgetär und ohne Mengenbegrenzung zum vereinbarten Preis. Die Krankenkassen stellen dafür jährlich 14 Millionen Euro bereit.

KBV