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Differenzierung nach Schweregrad: Neue Notdienst-GOP

30.01.2017 Honorar, KVNO aktuell

Ärzte im Notfalldienst erhalten ab 1. April 2017 für besonders schwere und aufwändige Fälle eine höhere Vergütung. Zudem gibt es ab dem zweiten Quartal eine Abklärungspauschale für Patienten, die keine dringende Behandlung benötigen.

Im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) wurden dafür fünf neue Ziffern aufgenommen. Zu den Notfallpauschalen (Gebührenordnungsposition 01210 und 01212) können Ärzte drei der fünf neuen Ziffern als Zuschlag für Fälle mit erhöhtem Behandlungsaufwand abrechnen.

Bei den ersten beiden Gebührenordnungspositionen (GOP) ist genau festgelegt, wann und bei welchen Behandlungsdiagnosen die Zuschläge abgerechnet werden dürfen. Hierzu hat der erweiterte Bewertungsausschuss eine Diagnoseliste erstellt. Die GOP 01226 beispielsweise berücksichtigt den erhöhten Aufwand, der aufgrund einer eingeschränkten Kommunikationsfähigkeit besteht, zum Beispiel bei Alzheimer-Patienten. Um die Schweregradzuschläge zu finanzieren, wird die Notfallpauschale für die Behandlung am Tag (GOP 01210) zum 1. April leicht abgesenkt – um 70 Cent (von 127 Punkte auf 120 Punkte).

Hinzu kommen zwei neue Abklärungspauschalen. Diese können Ärzte für Patienten abrechnen, die keine Notfallbehandlung brauchen und in der normalen Sprechstunde versorgt werden können. Hintergrund der Neuerungen ist eine Vorgabe des Gesetzgebers, die Regelungen für ärztliche Notfallleistungen im EBM nach dem Schweregrad der Fälle zu differenzieren.

Marscha Edmonds

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