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"Winterschlaf statt Weihnachtsstress": Experten der KV Nordrhein geben Tipps

01.12.2016 Gesundheitstipps, Pressemitteilungen

Sechs bis sieben Stunden pro Nacht – so viel Schlaf brauchen wir laut dem Internisten Dr. Johannes Uerscheln im Durchschnitt. Doch immer mehr Menschen wälzen sich nachts ruhelos im Bett hin und her, fühlen sich tagsüber müde und erschöpft. Was können die Ursachen für Schlafstörungen sein, wie findet man sie heraus und was lässt sich dagegen unternehmen? Antworten auf diese Fragen erhalten Interessierte bei einer kostenlosen Ratgeberveranstaltung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Nordrhein, die in Kooperation mit dem „Rhein-Boten“ unter dem Titel „Winterschlaf statt Weihnachtsstress – warum gut schlafen so wichtig ist“ am Dienstag, 6. Dezember, von 18 bis 19.30 Uhr im Haus der Ärzteschaft, Tersteegenstraße 9 in Düsseldorf stattfindet. Nach kurzen Vorträgen von Experten stehen die Fragen des Publikums im Mittelpunkt.

Störungen auf den Grund gehen

„Was kann ich für einen erholsamen Schlaf tun?“ diesen Titel hat Dr. Johannes Uerscheln, Internist und ausgewiesener Schlafmediziner aus Neuss, für seinen Vortrag gewählt. Er weiß, dass Ein- und Durchschlafstörungen unterschiedliche Ursachen haben können – zum Beispiel depressive Störungen oder Schilddrüsenerkrankungen. Dr. Uerscheln hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Gründen für Schlafprobleme mithilfe ausführlicher Diagnostik, zu der auch Untersuchungen im Schlaflabor gehören können, auf die Spur zu kommen.

Dr. Stefanie Rosenfeld, Psychoanalytikerin aus Korschenbroich, befasst sich mit der Bedeutung von Träumen: „Häufig helfen sie uns dabei, Erlebnisse zu verarbeiten, und verschaffen uns einen Zugang zu unserem Unterbewusstsein“, erläutert die Expertin, die Therapien auf Traumbasis vorstellen wird.  Denn wenn der Traum nicht mehr der Hüter des Schlafes ist, sondern zum Angst erregenden Albtraum wird, dann kann eine Therapie notwendig werden, die auch von Krankenkassen bezahlt wird.

Gefährliches Schnarchen verhindern

Allerdings rauben uns nicht nur rege nächtliche Phantasiebilder die Ruhe: In deutschen Schlafzimmern werden bildlich gesprochen nachts ganze Wälder abgesägt: 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen über 60 Jahre schnarchen – das besagen Zahlen der Deutschen Gesellschaft für zahnärztliche Schlafmedizin. Die Folgen reichen von getrennten Schlafzimmern bis zu unbemerkten Atemaussetzern, der so genannten Apnoe, die uns am Tag schlapp macht und eine riskante Unterversorgung des Gehirns mit Sauerstoff verursachen kann. Dr. Joachim Wichmann, Hals-Nasen-Ohrenarzt aus Krefeld, erläutert die Ursachen des Schnarchens und stellt klar, welche Gegenmaßnahmen ratsam sind und ab wann eine Operation sinnvoll sein kann.

Es moderiert die Journalistin Natascha Plankermann. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

 

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