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Neuerungen beim Verordnen von Heilmitteln

23.12.2016 Verordnungsinfos

Bei der Verordnung von Heilmitteln gibt es mit Beginn des neuen Jahres einige Neuerungen. So wird beim langfristigen Heilmittelbedarf das Genehmigungsverfahren einfacher. Wir haben alle Änderungen für Sie zusammengefasst.

Vereinfachungen beim langfristigen Heilmittelbedarf

Patienten mit schweren dauerhaften Schädigungen können langfristig Heilmittel wie Krankengymnastik, Sprachtherapie oder Ergotherapie benötigen. Eine Genehmigung durch die Krankenkasse ist dafür ab 1. Januar 2017 generell nicht mehr erforderlich, wenn die Erkrankung auf der Diagnoseliste steht.

Besonderer Verordnungsbedarf / Praxisbesonderheiten

Zudem gibt es Neuerungen bei den bundeseinheitlichen Praxisbesonderheiten. Sie werden ab Januar als besonderer Verordnungsbedarf bezeichnet, bisher firmierten sie unter der Bezeichnung „Praxisbesonderheit“. Auch hier wird die Diagnoseliste erweitert. Wichtig: Heilmittelverordnungen bei bestimmten Lympherkrankungen werden vorübergehend als besondere Verordnungsbedarfe anerkannt.

Zertifizierte Praxissoftware

Ob Physiotherapie, Ergotherapie oder Logopädie: Wer zur Verordnung von Heilmitteln sein Praxisverwaltungssystem nutzt, muss künftig eine zertifizierte Software verwenden. Vertragsärzte dürfen im ersten Quartal 2017 übergangsweise auch eine nicht zertifizierte Software für die Verordnung von Heilmitteln in ihrer Praxis nutzen.

Formulare ändern sich

Ab 1. Januar 2017 werden die Formulare für die Verordnung von Heilmitteln um ein zweites Feld für einen ICD-10-GM-Code erweitert. Die Änderung betrifft:

  • Muster 13 (Maßnahmen der Physikalischen Therapie/Podologischen Therapie)
  • Muster 14 (Maßnahmen der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie)
  • Muster 18 (Maßnahmen der Ergotherapie)

Praxen können die Vordrucke beim Formularversand bestellen.

Formularversand
Petersstr. 17-19
47798 Krefeld
Telefon 02151 3710 00
Telefax 02151 9370 655
E-Mail

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