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Neue GKV-Leistungen: Regelung zur Kostenerstattung

08.08.2016 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Für neue Untersuchungs- und Behandlungsmethoden, die der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) beschließt, muss der Bewertungsausschuss innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten des Beschlusses die Vergütung im Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) regeln.

Geschieht die Anpassung innerhalb dieser Frist nicht, müssen die Krankenkassen die entstandenen Kosten für die erbrachten Leistungen im Wege der Kostenerstattung vergüten. Diese Regelung des GKV-Versorgungsstärkungsgesetzes (GKV-VSG) kommt nun bei der Perkutanen Koronarintervention (PCI) und Koronarangiographie erstmals zum Tragen.

Kostenerstattung bei PCI und Koronarangiographie

Nach Einführung des sektorenübergreifenden Qualitätssicherungsverfahrens zum 1. Januar 2016 sind alle invasiv tätigen Kardiologen zur Datenerhebung und Dokumentation verpflichtet. Die Vergütung für den damit verbundenen Mehraufwand ist jedoch bisher nicht geregelt. Grund: Der Einheitliche Bewertungsmaßstab (EBM) wurde innerhalb der vorgegebenen Frist noch nicht angepasst.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung empfiehlt invasiv tätigen Kardiologen

  • die zusätzliche Dokumentationsleistung über die Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) Nr. 75 „Ausführlicher schriftlicher Krankheits- und Befundbericht“ mit dem 2,3 fachen Satz (entspricht 17,43 Euro)
  • und die mit der computergestützten Datensammlung und -auswertung verbundenen Sachkosten (in Höhe von 5,48 Euro)

der jeweiligen Krankenkasse des Patienten in Rechnung zu stellen.

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