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Bestimmung der Sehschärfe ist Kassenleistung

03.02.2016 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Die ärztliche Leistung zur Refraktionsbestimmung gehört nach wie vor zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). Der Patient muss diese Untersuchung nicht privat zahlen.

Das Bild zeigt einen Mann beim Sehtest; Foto: dpa picture alliance blickwinkel

Überprüft ein Augenarzt die Sehschärfe eines Patienten, ist dies eine Kassenleistung. © dpa | picture alliance | blickwinkel

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung und die gesetzlichen Krankenkassen betonten bereits 2004, dass die ärztliche Untersuchung, Verordnung und Anpassung von Brillen oder Kontaktlinsen generell Kassenleistung ist – und zwar auch dann, wenn die Brille oder die Kontaktlinsen selbst nicht zulasten der GKV bezogen werden können.

Hintergrund: Im Jahr 2004 wurden die Bestimmungen im Zusammenhang mit der Verordnung von Sehhilfen gemäß der Hilfsmittel-Richtlinie (Abschnitt E) eingeschränkt. Demnach sind zum Beispiel therapeutische Sehhilfen nur noch erstattungsfähig, wenn sie der Behandlung von Augenverletzungen oder Augenerkrankungen dienen. Der Anspruch auf die zugrunde liegende ärztliche Behandlung ist von den geänderten Bestimmungen aber nicht betroffen.

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