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KV Nordrhein setzt EBM-Neuregelung für ambulante Notfallbehandlung erst zum 1. April 2015 um

08.01.2015 Honorar, Praxisinfos

Kurz vor dem Jahresende 2014 haben sich die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) und der GKV-Spitzenverband auf weitere Änderungen am Einheitlichen Bewertungsmaßstab geeinigt. Dadurch entsteht eine neue Abrechnungssystematik für den organisierten Notfalldienst, die in Nordrhein ab dem zweiten Quartal, also ab dem 1. April 2015, berücksichtigt wird. Bis dahin können Praxen in Nordrhein wie gewohnt abrechnen.

Wichtigste Neuerungen: Die bisherigen Gebührenordnungspositionen (GOP) für die Vergütung der Besuchsbereitschaft entfallen, die bisherige Notfallpauschale wird in eine Tages- und eine Nachtpauschale unterteilt. Auch die bisherige Pauschale für den dringenden Besuch wird in zwei Positionen gegliedert.

Die Regelungen gelten aufgrund eines Beschlusses des Bewertungsausschusses in Folge höchstrichterlicher Rechtsprechung rückwirkend zum 1. Januar 2008. Das Bundessozialgericht hatte die Rechtswidrigkeit der bisherigen Regelungen festgestellt.

Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Nordrhein hat die Neuregelung nicht zum 1. Januar 2015 eingeführt, da die Mitglieder diese Regelungen derzeit noch nicht anwenden können. Zur Abrechnung wären die „Uhrzeitangaben“ zwingend erforderlich gewesen. Um die Mitglieder nicht mit zusätzlichem und nachträglichem Aufwand zu belasten, setzt die KV Nordrhein die Neuregelung erst zum zweiten Quartal dieses Jahres um.

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