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Vergütungen für medizinische Gutachten steigen deutlich

20.03.2015 Honorar, KVNO aktuell, Praxisinfos

Für Gutachten für Unfallversicherer erhalten Ärzte ab April deutlich mehr Honorar. Zudem werden die bisherigen Preisspannen durch Festbeträge ersetzt. Darauf hat sich die Gebührenkommission geeinigt, der Unfallversicherung und Kassenärztliche Bundesvereinigung angehören.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Gebühren für Gutachten angepasst worden – nun steigt die Vergütung ab 1. April 2015 erneut:

Zudem handelt es sich künftig um Festbeträge, so dass der Gutachter nicht mehr wie bisher beim Unfallversicherungsträger die Höhe der Vergütung im Einzelfall vereinbaren muss. Die bisherigen Preisspannen in den einzelnen Gutachtenkategorien fallen also weg. In besonderen Fällen ist es dennoch nach wie vor möglich, eine Individualvereinbarung über eine abweichende Vergütung abzuschließen. Kommt eine Einigung nicht zustande, kann der Arzt den Gutachtenauftrag zurückgeben.

Bei Gutachtenaufträgen mit Datum bis zum 31. März 2015 wird davon ausgegangen, dass sich der Auftrag auf die bisherige Leistungslegende bezieht und auch so vergütet wird. Es sei denn, im Auftrag wird vom Unfallversicherungsträger ausdrücklich etwas anderes bestimmt. Gutachtenaufträge mit Datum ab dem 1. April 2015 beziehen sich immer auf die ab diesem Zeitpunkt geltenden neuen Leistungslegenden mit den neuen Gutachtengebühren.

Gutachtengebührennummer nach UV-GOÄ Vergütung
160, Begutachtungsmaterie mit normalem Schwierigkeitsgrad 280 Euro (bisher: 180 Euro)
161, Begutachtungsmaterie mit hohem Schwierigkeitsgrad 490 Euro (bisher 280 Euro)
165, Begutachtungsmaterie mit hohem Schwierigkeitsgrad
und sehr hohem Zeitaufwand
700 Euro (bisher: 360 Euro)
190, Schreibgebühr 4,50 Euro je Seite (bisher 3,50 Euro).
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