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Politische Kommunikation: Neuer Akzent für Imagekampagne

09.02.2015 KVNO aktuell

Einen besonderen politischen Akzent bekommt die Imagekampagne für die niedergelassenen Ärzte und Therapeuten im Frühjahr. Viel kritisierte Bestandteile des Versorgungsstärkungsgesetzes wie die geplante Verpflichtung zur Stilllegung von Praxen werden auf Plakaten und in Anzeigen bissig kommentiert.

Ein Beschluss der jüngsten Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) befasste sich direkt mit der Imagekampagne von KBV und KVen: Gefragt wurde, auch von KBV-Chef Dr. Andreas Gassen, ob man angesichts der Zumutungen im Gesetzentwurf des Versorgungsstärkungsgesetzes (VSG) und dessen Auswirkungen auf die Perspektiven junger Ärztinnen und Ärzte überhaupt noch für die Niederlassung werben solle.

Die erfolgreiche Imagekampagne von KBV und KVen wird auch in diesem Jahr fortgeführt.

Jetzt steht fest: Es wird weiter geworben. Und zugleich das aktuelle politische Geschehen kommentiert. Die Grundausrichtung und der Claim "Wir arbeiten für Ihr Leben gern." bleiben erhalten, doch in Anzeigen in überregionalen Tageszeitungen und auf Großflächenplakaten wird die Kampagne parallel zum Gesetzgebungsverfahren zwischen Februar und Mai klar machen, wer die Verantwortung für den drohenden Kahlschlag innerhalb der ambulanten Versorgung trägt.

Berliner Politikbetrieb im Fokus

Die exakten Claims standen bei Redaktionsschluss noch nicht fest, doch schon am 27. Februar wird eine erste Anzeige in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erscheinen. Für den 4. März, kurz vor der ersten Lesung des VSG, ist eine Pressekonferenz der KBV geplant. Dort soll wie auch im Bundestag und im Bundesrat zu entsprechenden Sitzungen eine sogenannte "mobile Großfläche" zu sehen sein. Im Mai und November wird es erneut Infopakete für die Niedergelassenen geben, inklusive eines neuen Printmagazins fürs Wartezimmer.

Die Nachwuchskampagne "Lass dich nieder!" soll in diesem Jahr verstärkt die Ärzte in Weiterbildung und junge Fachärzte ansprechen – mit Infoständen bei medizinischen Fachkongressen und Kooperationen mit den Berufsverbänden. Auch ein koordinierter, bundesweiter Promotion- Einsatz an den 36 medizinischen Fakultäten ist geplant. Neue Motive sind bald fertig: In diesem Monat findet ein Fotoshooting für die Nachwuchskampagne statt. Ärzte und Therapeuten stehen am 27. und 28. Februar wieder vor der Kamera.

Dr. Heiko Schmitz

Bundesweite Famulaturbörse gestartet

Die neue bundesweite Famulaturbörse ist seit Dezember online. Aktuell sind gut 700 Stellen im Angebot. Ab sofort finden junge Mediziner Famulaturplätze im ambulanten Bereich in ganz Deutschland auf www.lass-dich-nieder.de – auf Wunsch sortiert nach Postleitzahl/Region und Fachrichtung.

Auf Knopfdruck erscheinen eine Übersichtskarte und eine Liste mit den Kontakten der Ärzte. Niedergelassene Haus- und Fachärzte, die eine Famulatur in ihrer Praxis anbieten wollen, können sich in der Famulaturbörse registrieren.

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