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Ratgeber Gesundheit: Besser leben mit gesundem Darm

Auch wenn man nicht gerne darüber spricht – Darmprobleme kennt fast jeder. Die Beschwerden und Darmerkrankungen sind vielfältig, sei es Durchfall, Verstopfung oder chronisch entzündlich wie etwa ein Morbus Crohn. Wie man besser leben kann dank eines gesunden Darms, wollten gestern Abend rund 200 Gäste unserer Ratgeber-Veranstaltung im großen Sitzungssaal erfahren, die wie üblich in Kooperation mit der Rheinischen Post stattfand.

Die Düsseldorfer Fachärztin für Allgemeinmedizin und Ernährungswissenschaftlerin Dr. Ursula Kihm informierte über den Darmaufbau und die Darmflora als eigenes „Ökosystem“ und plädierte für eine Mischkost, um den Körper gesund zu erhalten. Eine gesunde Ernährung, die jedem empfohlen werden könne, gäbe es nicht, sondern entscheidend sei die individuelle Verträglichkeit von Nahrungsmitteln. Auch Trends wie vegetarische oder vegane Ernährung seien nicht unbedingt hilfreich für eine ausgewogene Ernährung und eine gute Verdauung. „Evolutionsbiologisch sind wir nun mal keine Vegetarier oder Veganer.“

Der Gastroenterologe Dr. Christoph Athmann informierte über Unverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktoseintoleranzen. Ihnen auf die Spur zu kommen, gleicht häufig einer Detektivarbeit. Bei einer Zöliakie, die in Deutschland etwa jeden 500. Mensch betrifft, ist die individuelle Ernährungsberatung ein wichtiger Therapiebaustein. Zur Vorsorge vor Darmkrebs empfiehlt der Experte ab dem 55. Lebensjahr eine Dickdarmspiegelung (Koloskopie). Bei dieser Untersuchung können Polypen frühzeitig erkannt und entfernt werden, um so eine Krebserkrankung zu verhindern.

Begleitet wurde die Veranstaltung von einem Infostand der KOSA und dem Patienteninformationsdienst sowie einer Selbsthilfegruppe.

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