Logo der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein

Navigation

Veranstaltung "Organspende – was machen unsere Nachbarn besser?" am 19. September 2018

Der Selbsthilfeverband Organtransplantierter NRW hat am 19. September 2018 in Mettmann das 11. Arzt-Patienten-Seminar veranstaltet. Leiter Hans. J. Schmolke würdigte das Engagement der anwesenden Referenten sowie der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein zum Thema Organspende. Prof. Dr. Jan Gummert, Ärztlicher Direktor des Herz- und Diabeteszentrum NRW in Bad Oeynhausen und Schirmherr der Selbsthilfe, betonte deren Bedeutung für den Erfolg einer Transplantation.

Das Foto zeigt Teilnehmer der Veranstaltung "Organspende - was machen unsere Nachbarn besser?"

Intensive Diskussionen während der Veranstaltung (Foto: Reinhold Jakobs)

Erfahrene Ärzte beschäftigten sich mit der Frage, warum die Organspende und Organtransplantation in unseren Nachbarländern besser funktioniert. Im Vergleich zu anderen europäischen Ländern ist Deutschland mit 797 Organspendern im Jahr 2017 nämlich weit abgeschlagen. Dr. med. Gero Frings etwa, Transplantationsbeauftragter NRW, stellte heraus, dass die Organspende etwa in Spanien zum normalen Versorgungsauftrag gehört, während sie in hiesigen Krankenhäusern eher als Ausnahmezustand angesehen wird. Insbesondere die Strukturen in den Krankenhäusern könnten hierzulande noch verbessert werden, um eine verbindlichere Praxis zu gewährleisten. In vielen Kliniken gibt es organisatorische Probleme, potenzielle Organspender zu identifizieren und der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zu melden.

Prof. Dr. René Tolba von der Uniklinik RWTH Aachen sieht es als schwierig an, bei der Verteilung der Organe gerechte Entscheidungen zu treffen. Aus seiner Sicht können nicht alle ethischen Probleme gelöst werden.

Ein Teil der Patienten erhält zur Überbrückung künstliche Versorgungssysteme. Hier ist die Akzeptanz ein großes Problem. Günter Breitenberger, herztransplantiert im Mai 2017, hat sich mit dem sogenannten VAD-System gefühlt wie ein „Monster“ und ist sehr dankbar für das nun wieder schlagende Herz.

Die aktuelle Diskussion um die geforderte Widerspruchslösung wird von den Experten unterschiedlich bewertet. Der Effekt sei ungewiss. Einig ist man sich darin, dass eine Entscheidung rechtzeitig dokumentiert werden sollte.

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Mehr Infos zum Datenschutz