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Infektionsschutzgesetz: Neue Meldepflichten

Stand: 10/2016

Am 1. Mai 2016 trat die Verordnung zur Anpassung der Meldepflichten nach dem Infektionsschutzgesetz an die epidemische Lage (IfSGMeldAnpV) in Kraft. Bereits bestehende Verordnungen wurden somit zusammengeführt. In § 1 IfSGMeldAnpV wird die Ausdehnung der ärztlichen Meldepflicht beschrieben. Konkret bedeutet dies, dass Ärzte

  • den Krankheitsverdacht, die Erkrankung sowie den Tod an einer zoonotischen Influenza
  • die Erkrankung sowie den Tod an einer Clostridium-difficile-Infektion mit klinisch schwerem Verlauf

dem zuständigen Gesundheitsamt melden müssen.

Labore sind zur zusätzlichen Meldung von Carbapenem-resistenten Erregern und unter anderem Arboviren verpflichtet.

Die IfSG-Meldepflicht-Anpassungsverordnung stellt eine Maßnahme aufgrund der zunehmenden Verbreitung von Clostridium-difficile-Infektionen und Resistenzen gegen Antibiotika dar, die auch im ambulanten Bereich zu verzeichnen sind. Durch eine erwartete Steigerung der Population der Asiatischen Tigermücke in Deutschland soll mit Übertragungen von Chikungunya, Dengue oder Zika gerechnet werden.

Die Meldebögen und weitere Materialien finden Sie im Internet des Landeszentrums für Gesundheit NRW sowie beim Robert Koch-Institut.