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Qualitätsmanagement

Die Qualitätsförderung und -darstellung wird in allen Fachgremien intensiv diskutiert. Hierzu zählen unter anderem die Qualitätszirkelarbeit, Qualitätsberichte oder das einrichtungsinterne Qualitätsmanagement (QM).

Am 16. November 2016 trat die Richtlinie über grundsätzliche Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für Vertragsärztinnen und Vertragsärzte, Vertragspsychotherapeutinnen und Vertragspsychotherapeuten, medizinische Versorgungszentren, Vertragszahnärztinnen und Vertragszahnärzte sowie zugelassene Krankenhäuser (Qualitätsmanagement-Richtlinie/QM-RL) des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Kraft, welche die drei bisherigen Qualitätsmanagement-Richtlinien für den vertragsärztlichen, den vertragszahnärztlichen sowie den stationären Bereich ablöst.

Nun sind die grundsätzlichen Anforderungen an ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement für alle Versorgungssektoren einheitlich geregelt. Die Qualitätsmanagement-Richtlinie gliedert sich in zwei Teile: Teil A enthält die Rahmenbestimmungen, die gemeinsam für alle Sektoren gelten. Teil B konkretisiert die Rahmenbestimmungen für den jeweiligen Sektor, so auch für alle Praxen, die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen. Es besteht weiterhin die Pflicht ein einrichtungsinternes QM einzuführen und weiterzuentwickeln. Weiterhin existieren kein Systemzwang, keine Zertifizierungspflicht und keine Sanktionen.

Neu zugelassene bzw. neu ermächtigte Vertragsärzte und Vertragspsychotherapeuten haben drei Jahre Zeit, alle Instrumente und Methoden des Qualitätsmanagements erstmals anzuwenden und dann kontinuierlich weiterzuentwickeln.

Relevante Anwendungsbereiche sind neben Notfall- und Hygienemanagement nun auch die Bereiche Arzneimitteltherapiesicherheit, Schmerzmanagement und Maßnahmen zur Vermeidung von Stürzen.

Niedergelassene Ärzte und Psychotherapeuten müssen zudem ein Risiko- und Fehlermanagement implementieren, hierbei Risiken sofort benennen, bewerten und sich Maßnahmen überlegen, um diese zu vermeiden. Dabei können Erkenntnisse aus Patientenbefragungen, Teambesprechungen, Beschwerden und sicherheitsrelevanten Ereignissen, wie Beinahe-Fehler, genutzt werden.

Jede Kassenärztliche Vereinigung steht ihren Mitgliedern gemeinsam mit einer ärztlichen QM-qualifizierten Kommission beratend zur Seite. Wenn Sie Fragen rund um das Thema einrichtungsinternes QM haben, sprechen Sie uns gerne an.

Gesetzliche Grundlagen
Qualitätsmanagement-Systeme

QEP

QEP steht für „Qualität und Entwicklung in Praxen“ und ist das von der Kassenärztlichen Bundesvereinigung entwickelte QM-System. Erschienen im Deutschen Ärzteverlag ist der QEP-Qualitätszielkatalog 2010. Darin enthalten sind sämtliche Qualitätsziele, die für eine Arztpraxis relevant sein können.

Weiterführende Links

qu.no

qu.no ist das Qualitätsmanagement-System der KV Nordrhein. Es ermöglicht die Erfüllung der Anforderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses und hat den Vorteil, Qualitätsmanagement einfach praxisindividuell gestalten zu können.

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