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Heilmittel kompakt: Therapiepause und Therapieunterbrechung

Von einer Therapiepause spricht man dann, wenn trotz eines behandlungsbedürftigen Zustands für einen gewissen Zeitraum bewusst keine Therapie verordnet wird, um das bisher Erreichte zu festigen oder zu sichern. Wird die Behandlung danach fortgesetzt, so handelt es sich immer noch um denselben Regelfall. Die Dauer der „bewussten“ Therapiepause spielt hierbei keine Rolle.

Dies gilt selbst dann, wenn die Behandlung beendet worden ist, weil kein therapiebedürftiger Zustand mehr bestand, aber aufgrund eines erneuten Auftretens der Erkrankung oder einem Rezidiv ein erneuter Therapiebedarf besteht und der Zeitraum zwischen dem Behandlungsende und dem erneuten Therapiebeginn weniger als zwölf Wochen beträgt.

Beträgt der Zeitraum der Therapieunterbrechung zwölf Wochen oder mehr und lag in der Zwischenzeit kein behandlungsbedürftiger Zustand vor, so liegt ein neuer Regelfall vor. Aber: Bestand hingegen während der Therapieunterbrechung ein behandlungsbedürftiger Zustand, aber eine Verordnung wurde nicht ausgestellt (zum Beispiel wegen eines Krankenhausaufenthalts), so handelt es sich um denselben Regelfall – trotz eines Zeitraumes von mehr als zwölf Wochen.