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Versorgungsstärkungsverträge mit AOK, KKH und DAK zum 31. März bzw. 30. April 2018 beendet

Die KV Nordrhein hat mit folgenden Krankenkassen/-verbänden Versorgungsstärkungsverträge abgeschlossen, die zum 01.01.2018 in Kraft getreten sind:

  • AOK Rheinland/Hamburg
  • KKH Kaufmännische Krankenkasse (KKH)
  • DAK-Gesundheit

Einen vergleichbaren Vertrag – zur Verbesserung der patientenorientierten Versorgung – gibt es seit 1. Januar 2018 mit der Techniker Krankenkasse (TK).

Die Versorgungsstärkungsverträge mit der AOK Rheinland/Hamburg, der (KKH) und der DAK-Gesundheit sowie der Vertrag mit der TK werden jedoch nun beendet. Die Aufsichtsbehörden des Bundes und der Länder betrachten die seit dem 1. Januar 2018 geltenden Verträge als unzulässig – und zwar entgegen früherer Bewertungen und Stellungnahmen noch zum Ende des vorigen Jahres.

Unsere Vertragspartner sind nun offiziell von ihren zuständigen Aufsichtsbehörden aufgefordert worden, die Verträge zu kündigen. Wir haben uns gemeinsam mit unseren Vertragspartnern dazu entschlossen, die Verträge in einem zweistufigen Verfahren zum 31. März beziehungsweise 30. April 2018 zu beenden.

Das bedeutet für die an den Verträgen teilnehmenden Mitglieder der KVNO, dass die diagnose- und quartalsbezogenen Vergütungspauschalen ab dem 1. April 2018 nicht mehr honoriert werden. Die übrigen leistungsbezogenen Pauschalen werden noch bis zum 30. April 2018 vergütet – dazu zählen die Besuchsleistungen, Leistungen bei Diabetes-Begleiterkrankungen sowie Leistungen des Medikationsplans bei allen Verträgen sowie die Überweisungssteuerung im Vertrag mit der TK.

Die Teilnahme des Versicherten an den Verträgen ist quartalsweise noch bis einschließlich zum 30. April 2018 mit der SNR 95000 (Patienten, die im häuslichen Umfeld leben) bzw. 95001 (Patienten, die im Pflegeheim leben) zu kennzeichnen. Hierfür haben die Vertragspartner auch eine Übersicht besonders betreuungsintensiver Erkrankungen (unterschiedliche je Vertrag) festgelegt, die eine besondere Versorgung durch den Hausarzt, Facharzt oder Psychotherapeuten erfordern.

Bis einschließlich zum 30. April 2018 können noch

  • Hausbesuche,
  • Dringlichkeitsbesuche,
  • Pflegeheimbesuche,
  • die Ausstellung und Überprüfung des Medikationsplans,
  • Begleiterkrankungen des Diabetes mellitus

im Rahmen der Versorgungsstärkungsverträge erbracht und abgerechnet werden.

Leistungen nach den neuen Verträgen können nur abgerechnet werden, wenn der Arzt sowie Versicherte bis 31.03.2018 ihre Teilnahme schriftlich erklärt haben.

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