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Telemedizinisches Expertenkonsil (ZNS-Konsil)

Die KV Nordrhein hat in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband Deutscher Nervenärzte, dem Berufsverband Deutscher Neurologen , dem Berufsverband Deutscher Psychiater und mit der Barmer einen Vertrag geschlossen, der den Einsatz eines telemedizinischen Expertenkonsils zur Versorgung von Patienten mit psychischen und neurologischen Erkrankungen ermöglicht.

Mit Hilfe des ZNS-Konsils können die nachfragenden Ärzte einen für bestimmte Indikationen besonders qualifizierten Experten online konsultieren und um Unterstützung bitten – von der Diagnosestellung bis hin zu möglichen Therapieoptionen.

Teilnehmen können an diesem Vertrag Hausärzte als nachfragende Ärzte. Als nachfragende Ärzte oder als Experte (die Entscheidung hierüber ist von dem jeweiligen Arzt je Indikation zu treffen) können

  • Neurologen
  • Psychiater
  • Nervenärzte und
  • Fachärzte für Neurologie und Psychiatrie teilnehmen.

Alle teilnehmenden Ärzte müssen hierfür ihre Teilnahme bei der KV Nordrhein beantragen. Versicherte der Barmer, bei denen von ihrem erstbehandelnden Arzt der Verdacht auf eine der nachstehend aufgeführten Erkrankungen des Zentralen Nerven-Systems (ZNS) gestellt wurde oder die eine Abstimmung einer weiteren Therapie benötigen, können mithilfe des ZNS-Konsils einem entsprechenden Facharzt vorgestellt werden:

  • Kopfschmerz
  • Parkinson
  • Multiple Sklerose
  • Psychosen
  • Demenz

Für eine Teilnahme an diesem Vertrag müssen die Versicherten vorab ihre Teilnahme schriftlich erklären. Außerdem händigt der einschreibende Arzt (nachfragende Arzt) dem Versicherten auch eine Patienteninformation aus. Die Teilnahmeerklärungen sowie Patienteninformationen stehen ausschließlich auf der Homepage zur Verfügung.

Das ZNS-Konsil läuft in drei Schritten ab:

  • Der nachfragende Arzt kann online einen Experten (Nervenarzt, Neurologe oder Psychiater) auswählen und so das ZNS-Konsil starten. Dabei werden die Daten des Patienten im Erhebungsbogen eingetragen und an den Experten gesendet. In dem Erhebungsbogen kann der nachfragende Arzt unter anderem Symptome, Begleiterkrankungen und Medikation angeben.
  • Nach Versand des Erhebungsbogens erhält der Experte eine Benachrichtigung an seine E-Mail-Adresse, dass ein ZNS-Konsil zur Befundung vorliegt. Der Experte übermittelt die Ergebnisse des telemedizinischen Konsils elektronisch maximal drei Tage nach Eingang des Auftrages an den nachfragenden Arzt. Alle Module des ZNS-Konsils sind nach einem strukturieren Frage-Antwort-Schema aufgebaut: Es gibt zu jedem Erhebungsbogen einen entsprechenden Antwortbogen des Experten.
  • Der Experte kann sofort eine Diagnose stellen, wenn die Informationen aus dem Erhebungsbogen ausreichend sind oder bei Bedarf weitere Informationen beim nachfragenden Arzt anfordern. Er kann auch eine Vorstellung bei einem Facharzt vorschlagen, wenn der Fall für das ZNS-Konsil zu komplex wird und eine direkte Arztkonsultation geboten scheint. Das ZNS-Konsil beendet der nachfragende Arzt, wenn eine entsprechende Behandlungsoption bzw. weiterführende Diagnoseempfehlungen vorliegen..

Die Technik des ZNS-Konsils ist ausgereift, sicher und einfach zu nutzen. Teilnehmende Ärztinnen und Ärzte loggen sich auf der Webseite des ZNS-Konsils mit den Login-Daten des Kommunikationsdienstleisters ein. Die Plattform ermöglicht beiden Ärzten, dem nachfragenden Arzt und dem ZNS-Experten, auf die jeweiligen Patientendaten zuzugreifen, etwa auf Röntgenaufnahmen. Die Daten werden komplett verschlüsselt und aufgeteilt über drei Server übertragen; Namen und medizinische Daten wie Blutbilder oder Röntgenaufnahmen bleiben strikt getrennt, sodass eine maximale Datensicherheit gewährleistet ist.

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