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Projekt zur neurologisch-psychiatrischen und psychotherapeutischen Versorgung

Das neue Versorgungsmodell richtet sich an Patienten mit schweren beziehungsweise komplexen Verlaufsformen bestimmter psychischer oder neurologischer Erkrankungen. Im Fokus stehen vor allem affektive Störungen, Psychosen, aber auch Multiple Sklerose und Apoplex. Wenn das Ergebnis der verpflichtenden Eingangsuntersuchung einen Einschluss der Patienten in das Modell möglich macht, plant und koordiniert ein Bezugsarzt oder Bezugspsychotherapeut dann die weitere Behandlung.

Die Versorgung selbst erfolgt nach dem "Stepped-Care-Ansatz": Abhängig vom aktuellen Gesundheitszustand des Patienten und gesteuert durch den jeweiligen Bezugsarzt/Psychotherapeuten kommen Therapiemodule zur Anwendung, die sich aus den aktuellen Leitlinien der jeweiligen Indikation ergeben. Bei Bedarf kann die Therapie auch mit sozialen Unterstützungsmodulen ergänzt werden.

Versorgungsmodell: die ersten Schritte

Die Grafik zeigt den Ablauf der Behandlung in dem Versorgungsmodell. In der Eingangsuntersuchung stellt der Arzt/Psychotherapeut fest, ob der Patient aufgrund der Indikation an dem Modell teilnehmen kann. Der Bezugsarzt oder  Bezugspsychotherapeut pl
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Die Grafik zeigt den Ablauf der Behandlung in dem Versorgungsmodell. In der Eingangsuntersuchung stellt der Arzt/Psychotherapeut fest, ob der Patient aufgrund der Indikation an dem Modell teilnehmen kann. Der Bezugsarzt oder Bezugspsychotherapeut plant und koordiniert dann in Absprache mit dem Patienten die weitere Behandlung.

Mit dem Ziel einer möglichst frühzeitigen Versorgung der Patienten soll auch eine niedrigschwellige Gruppenbehandlung angeboten werden. Geplant sind neben indikationsbezogenen Psychoedukationsgruppen auch themenspezifische Gruppenbehandlungen, zum Beispiel bei Problemen am Arbeitsplatz.

Bei akuten Erkrankungen ist eine intensivierte ambulante Komplexbehandlung vorgesehen, nicht zuletzt um Krankenhausaufenthalte und lange Arbeitsunfähigkeitszeiten zu vermeiden. Ferner ist vorgesehen, durch entsprechende Vergütungsanreize die aufsuchende Behandlung und die regelhafte Versorgung von Patienten mit entsprechenden Krankheitsbildern in Pflegeheimen zu stärken.

Start ab Oktober 2017

Ab Oktober 2017 werden Netzwerkmanager von IVP interessierte Praxen aufsuchen und in den Prozess einführen – dabei geht es unter anderem um vorgeschriebene Behandlungspfade und die Pseudoziffern zur Abrechnung der neuen Leistungen innerhalb der Quartals-Abrechnung in der vorhandenen Praxissoftware.

Wer sich beteiligt möchte, schließt einen Netzwerkpartnervertrag mit IVP ab und kann nach einem Eingangs-Assessment Patienten, die eine Teilnahmeerklärung unterschreiben, in den Vertrag einschreiben. Unterstützt werden die Teilnehmer von einer Software, die durch den Prozess führt und das Controlling ermöglicht, sowie einer Koordinationsstelle, Hotline und anderen Angeboten.

Als Krankenkassen sind die AOK Rheinland/Hamburg und die BKK Nordwest dabei – weitere Partner könnten folgen.

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