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Antibiotikatherapie-Vertrag

Die KV Nordrhein und der BKK-Landesverband NORDWEST haben zum 1. Januar 2017 einen Vertrag zur Antibiotikatherapie geschlossen. Ziel des „Vertrags über die Durchführung eines orientierenden Schnelltests auf A-Streptokokken-Gruppenantigen und/oder eines Antibiogramms (Empfindlichkeitsprüfung)“ ist die Fortentwicklung einer rationalen und nachhaltigen Antibiotikatherapie. Der Vertrag sieht die Erstattung diagnostischer Verfahren vor. Bei Harnwegs- und Wundinfektionen gilt der Vertrag für Ärzte aller Fachgruppen, die ihren Praxissitz in den Kreisstellen Duisburg beziehungsweise Essen haben. Lediglich für die Durchführung und Abrechnung von Leistungen bei Patienten mit Symptomen, die auf eine Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A hindeuten, sind ausschließlich Ärzte folgender Fachgruppen mit Praxissitz in den Kreisstellen Duisburg beziehungsweise Essen berechtigt:

  • Fachärzte für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde
  • Fachärzte für Kinder- und Jugendmedizin (fachärztlicher Versorgungsbereich)
  • Hausärzte (hausärztlicher Versorgungsbereich)

Abweichend hiervon können Laborärzte oder Laborgemeinschaften mit einem Praxissitz im Gebiet der KV Nordrhein teilnehmen. Ein Teilnahmeverfahren für Ärzte g gibt es nicht. Ärzte nehmen automatisch durch die Abrechnung der Leistungen des Vertrags daran teil.

Versicherte aller Betriebskrankenkassen mit Wohnort in Nordrhein können an dem Vertrag teilnehmen, bei denen folgende Indikationen beziehungsweise Diagnosen vorliegen:

  • Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A
  • Harnwegsinfektionen
  • Wundinfektionen

Auch für die Versicherten  gibt es kein Teilnahmeverfahren. Der Arzt berät und klärt den Versicherten über die Inhalte des Vertrages auf und händigt ihm hierzu eine Versicherteninformation aus.

Der Vertrag sieht für Patienten, bei denen der Verdacht auf eine Infektion mit Streptokokken der Serogruppe A vorliegt, einen Antigenschnelltest und/oder eine mikrobiologische Untersuchung vor (EBM-Ziffer 32152Z, vergütet mit 2,55 Euro). Bei Harnwegs- beziehungsweise Wundinfektionen soll zur Absicherung einer Antibiotikatherapie ein Antibiogramm durchgeführt werden. Je nach Art des Antibiogramms können dir EBM-Ziffern 32766Z (vergütet mit 5,40 Euro) oder gegebenenfalls 32767Z (vergütet mit 8,90 Euro) abgrechnet werden.

Wichtig ist, dass die jeweiligen EBM-Ziffern mit dem Buchstaben „Z“ gekennzeichnet werden. Darüber hinaus erhalten die teilnehmenden Ärzte eine pauschale Vergütung einmal je Behandlungsfall in Höhe von 10,00 Euro, sofern sie die Symbolnummer 91990 abgerechnet haben.

Die Leistungen werden außerhalb der morbiditätsbedingten Gesamtvergütung finanziert und sind somit nicht gedeckelt. Sie werden den Ärzten als Einzelleistung vergütet.

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