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Strukturfonds fördert Niederlassung

Um Versorgungsengpässen entgegenzutreten, wurde ein Strukturfonds eingerichtet, der Anreize zur Niederlassung gerade in schlechter versorgten Gebieten geben soll. Mit dem bereitgestellten Geld können ab sofort Niederlassungen gezielt finanziell bezuschusst werden. Die Ziele des Fonds: dauerhaft die ambulante Versorgung in der gesamten Region Nordrhein sicherzustellen, Unterversorgung flächendeckend zu vermeiden und nicht zuletzt die Weitergabe langjähriger Praxen an jüngere Nachfolger zu unterstützen.

Hausärzte im Fokus

Angesichts der großen Zahl offener Sitze im hausärztlichen Bereich soll die Förderung zunächst vor allem in der Gruppe der Hausärzte zum Einsatz kommen. Dort bedurfte es einer Auswahl von Planungsbereichen für die hausärztliche Versorgungsebene (Mittelbereiche), deren Versorgungslage im Nordrhein-Vergleich sich als besonders gravierend darstellt.

Die Grafik zeigt die Fördergebiete des Strukturfonds in Nordrhein, Stand September 2018
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Die rot eingefärbten Bereiche sind die Fördergebiete des Strukturfonds in Nordrhein.

In diesen Fördergebieten können künftig Investitionskostenzuschüsse beantragt werden. Unterstützt werden sollen damit Praxisübernahmen und Neugründungen von Praxen im hausärztlichen Bereich; aber auch Anstellungen von Allgemeinmedizinern in bereits existierenden Praxen werden gefördert.

Die maximale Fördersumme beträgt bei vollen Zulassungen 70.000 Euro. Auch werden Eröffnungen von Zweigpraxen in diesen Fördergebieten in besonders begründeten Einzelfällen mit maximal 10.000 Euro bezuschusst. Zudem wird die KV Nordrhein gleich zum Start des Strukturfonds Hospitationen von Nachwuchsmedizinern in Praxen nordrheinischer Vertragsärzte finanziell unterstützen. Ziel dieser Hospitationen ist, dass junge Ärzte eine bestimmte Praxis kennenlernen und sich dann unter Umständen für den Einstieg als Angestellte oder die Übernahme der Praxis entscheiden.

Von Vertreterversammlung beschlossen

Die Vertreterversammlung der KV Nordrhein hat im November 2017 beschlossen, die gesetzliche Möglichkeit eines Strukturfonds (Paragraf 105 Absatz 1a Sozialgesetzbuch V) zu nutzen und diesen zum 1. Januar 2018 einzurichten. Das Gesetz ermöglicht, bis zu 0,1 Prozent der Gesamtvergütung in einen gesonderten Fonds zu überführen. Anschließend sind die Krankenkassen verpflichtet, den gleichen Betrag zusätzlich in den Fonds einzuzahlen, wobei über die Verwendung der Mittel ausschließlich von der KV entschieden wird.

Antrag
Förderinstrumente im Überblick
Das Icon symbolisiert die Investitionskostenzuschüsse

Investitionskostenzuschüsse

Gefördert wird pro Fördergebiet eine vorgegebene Anzahl an

  • Neugründungen und Übernahmen von hausärztlichen Praxen mit maximal 70.000 Euro,
  • Anstellungen von Hausärzten mit maximal 70.000 Euro,
  • Eröffnungen hausärztlicher Zweigpraxen mit maximal 10.000 Euro.
  • Die Förderung wird an die Verpflichtung geknüpft, mindestens fünf Jahre im Fördergebiet tätig zu sein.
Das Icon symbolisiert die Investitionskostenzuschüsse

Förderung von Hospitationen

Gefördert werden einmalige Hospitationen in

  • hausärztlichen Praxen mit maximal 5.400 bzw. 6.000 Euro bei Praxen in Fördergebieten,
  • Praxen der fachärztlichen Grundversorgung in Facharztgruppen, bei denen die Weiterbildung in Nordrhein nach Paragraf 75a SGB V gefördert wird, mit maximal 5.400 Euro,

Fördervoraussetzungen

Sie können einen Antrag stellen, wenn Sie

  • ein approbierter Arzt sind,
  • der noch nicht vertragsärztlich tätig war und noch keinen Antrag auf Zulassung/Anstellung gestellt hat.
KVNO aktuell
Richtlinien
Kontakt
Maike Rettig
ist Ansprechpartnerin für alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder bei Fragen zu Förderanträgen.
Laura Erne
ist Ansprechpartnerin für alle aktuellen und zukünftigen Mitglieder bei Fragen zu Förderanträgen.
Dr. Johannes Martin
ist Ansprechpartner für Kommunen und Landkreise bei Fragen zur Förderung der ambulanten Versorgung.
Telefon 0211 5970 8631
E-Mail
Telefon 0211 5970 8892
E-Mail
Telefon 0211 5970 8824
E-Mail
Das Foto zeigt Maike Rettig, KV Nordrhein
Das Foto zeigt Laura Erne, KV Nordrhein
Das Foto zeigt Dr. Johannes Martin, KV Nordrhein
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