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Fotokopien richtig abrechnen

Das Thema „Abrechnung von Fotokopien“ wirft immer wieder Fragen auf. Daher haben wir die wichtigsten Infos dazu noch einmal zusammengefasst:

Praxen können Fotokopien eigener oder fremder Befunde nach der Gebührenordnungsposition (GOP) 40144 abrechnen, wenn sie die Kopien im Rahmen der vertragsärztlichen Versorgung für den mit- oder weiterbehandelnden oder konsiliarisch tätigen Arzt oder den Arzt des Krankenhauses benötigen.

Werden lediglich Fotokopien für Zwecke der Krankenkassen bzw. des Medizinischen Dienstes angefertigt, kann die GOP 40144 nicht berechnet werden. In diesen Fällen kann lediglich die Erstattung der Auslagen geltend gemacht werden.

Fotokopien auf Wunsch des Patienten sind diesem auf Basis der amtlichen Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) zu berechnen. Bei Kopien für Gerichte, Polizei, Staatsanwaltschaft etc. kommen die Regelungen des Justizvergütungs- und Entschädigungsgesetzes (JVEG) zur Anwendung.

Kopien für die eigenen Unterlagen und Ausdrucke von per E-Mail erhaltenen Befunden sind ebenfalls nicht nach der GOP 40144 berechnungsfähig. Für Berichte oder Arztbriefe, die bereits durch das In-Ansatz-bringen der GOP 01600 oder 01601 abgegolten sind, können Praxen nicht noch zusätzlich die GOP 40144 abrechnen.